Kein leuchtender Stern. Eine Erfolgsbilanz – die sieht wahrlich anders aus: Sepp Schellhorn, der Neos-Staatssekretär für Deregulierung, gilt nicht als leuchtender Stern der türkis-rot-pinken Regierung. Dabei wäre es in dieser glanzlosen Koalition nicht schwer, zu strahlen. Gestern wollten wir via krone.at von unseren Lesern und Usern wissen, ob Schellhorn im Kampf gegen Bürokratie einen guten Job mache. Mehr als 90 Prozent sagten „Nein“. Ob so ein verheerendes Ergebnis den oft recht verhaltensauffälligen Herrn Staatssekretär, der in seiner auch schon 15-monatigen Amtszeit vor allem durch seinen Luxus-Dienstautowunsch Aufmerksamkeit erregte, nachdenklich stimmt?
Auf einem Post-it-Zettel. Vielleicht stimmt Schellhorn die zugespitzte Abrechnung von „Krone“-Redakteur Michael Pommer nachdenklich. Er meint, dass Schellhorn bei einem Verdienst von monatlich brutto 17.165 Euro eine Leistungsbilanz aufzuweisen habe, die gerade einmal auf einen Post-it-Zettel passen würde. Denn von seinen mit viel Trara vorgestellten 113 geplanten Deregulierungsmaßnahmen sind gerade einmal 19 umgesetzt, das zweite derartige Paket wurde „wegen chronischer Erfolglosigkeit abgesagt“. Ein „Deregulierungs-Politiker, der nichts deregulieren kann, hat sich zu deregulieren“, schreibt Pommer. Und unser Autor meint: „Es wird Zeit, das Neos-Experiment zu beenden.“ Dem schließt sich wohl – siehe „Frage des Tages“ – eine eine sehr breite Mehrheit an.
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