Entdeckung der WM

18-jähriger Mathe-Student bekommt Mega-Preisschild

Mit 18 Jahren und 260 Tagen ist Ayyoub Bouaddi der siebent jüngste Spieler der größten Weltmeisterschaften aller Zeiten – und zudem gilt der Marokkaner nach seinem Auftritt gegen Brasilien schon jetzt als Entdeckung der WM. Nun wurde ihm vorm Schottland-Spiel auch ein Mega-Preisschild verpasst. 

„Schlicht brillant“ wurde er vom englischen „Guardian“ bezeichnet, „Le Parisien“ schrieb „er verblüffte alle mit seiner Klasse“ und die „Gazzeta dello Sport“ nannte ihn gar „Genie“! Die Rede ist von Ayyoub Bouaddi und somit jenen 18-Jährigen, der beim 1:1 gegen Brasilien neben dem Traumtor von Vinicius Junior die Erscheinung des Spiels war. Von 66 Zuspielen brachte der giftige Mittelfeldspieler 60 an den Mitspieler, mit 87 Ballkontakten hatte er die meisten seines Teams. 

Verständlicherweise war das Talent nach dem Abpfiff der gefeierte Held – und es vergeht kein Tag, an dem Bouaddi nicht mit einem neuen Topklub in Verbindung gebracht wird. Paris St. Germain, Barca, der FC Arsenal und auch Bayern München sollen bereits Interesse am aktuellen Profi vom OSC Lille bekundet haben. Und sein Teamkollege Oliver Giroud sieht ihn ohnehin bereits bei Real Madrid. „Ich war von seiner Reife beeindruckt“, wurde der ehemalige Teamstürmer Frankreichs zitiert. 

Stand im Mittelpunkt: Ayyoub Bouaddi.
Stand im Mittelpunkt: Ayyoub Bouaddi.(Bild: AP/Adam Hunger)

50 Millionen reichen nicht
Kein Wunder, dass Lille-Boss Olivier Letang bereits zuletzt sagte: „50 Millionen? Nein, das reicht nicht!“ „Sky“ spricht vorm Duell gegen Schottland gar von einem Preisschild von 70 Millionen für Bouaddi, der sich pbrigens erst vor wenigen Wochen dafür entschieden hatte, für Marokko und nicht für Frankreich aufzulaufen. Dabei hatte er sämtliche Nachwuchs-Auswahlen des französischen Verbandes durchlaufen. Die U21 hatte er sogar als Kapitän aufs Feld geführt. Nachdem ihn Teamchef Didier Deschamps aber nicht für WM berücksichtigt hatte, schwenkte das Talent um. Erst am 26. Mai gab er sein Debüt für Marokko. 

Auch abseits des Fußballs ein Überflieger
Weniger überraschend als dieser Schritt ist aber seine Entwicklung. Denn bereits mit 16 hatte er für Lille noch dazu in der Conference League gegen Klaksvik debütiert. Ein Jahr später stand Bouaddi erstmals in der Champions League auf dem Platz – übrigens ausgerechnet gegen Real Madrid. Und auch abseits des Sportlichen ist er ein Überflieger. Seine Matura schloss er ein Jahr früher als üblich ab, zudem  absolviert er neben seiner Profikarriere ein Online-Bachelorstudium in Mathematik. 

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