Tiroler in Finnland

Einen Kreidl bringt nichts so schnell aus der Ruhe

Tirol
25.06.2026 17:00

Mit dem „unglaublichen Erlebnis Crystal Palace“ kam es zum großen Umbruch – was Johannes Kreidl und sein Klub KuPs aber nicht aus der Bahn wirft. Der Tiroler fühlt sich in Finnland nach wie vor wohl, fiebert bereits dem nächsten Karriere-Höhepunkt, der Champions-League-Qualifikation, entgegen.

„Jaja, es läuft eigentlich ganz gut.“ Die ersten Worte im Telefonat mit der „Krone“. „Wir mussten zuerst wieder zueinander finden.“

Klar. Weil die Vorderleute von Johannes Kreidl ganz andere sind als noch im vergangenen Dezember, als man gegen den späteren Conference-League-Triumphator Crystal Palace und Oliver Glasner in London ein mehr als beachtliches 2:2-Remis (!) holte. Aber der Erfolg weckt eben Begehrlichkeiten. „15 Spieler haben uns über den Winter verlassen.“

Und auch der Tiroler Keeper hatte durchaus genügend Angebote. Aus Schweden, den Niederlanden oder Deutschlands zweiter Liga. „Auch wenn es interessante Sachen darunter gab – aber eines, bei dem wirklich alles zusammengepasst hätte, bei dem ich schwach geworden wäre, war nicht drunter.“

Seine Zwillinge und die See – das gibt dem Tiroler viel Kraft.
Seine Zwillinge und die See – das gibt dem Tiroler viel Kraft.(Bild: J.Kreidl)

Die Kinder halten auf Trab
Kein Problem: Denn der große Zillertaler fühlt sich bei Kuopion Palloseura auch nach gut fünfeinhalb Jahren (noch Vertrag bis Ende 2028) weiter pudelwohl. Nicht nur der „halbe Finne“ – auch seine einheimische Frau Niina und ihre Zwillinge. „Die halten uns aktuell ganz schön auf Trab mit ihren eineinhalb Jahren, quatschen auf Deutsch und Finnisch zwar nicht permanent, aber echt viel . . .“

Mehr Stabilität hat sich sein Team in den vergangenen Wochen geholt – und dadurch marschierte KuPs bis auf Rang zwei der Veikkausliiga. „Wir haben durch die Ganz-Jahres-Meisterschaft auch während der Weltmeisterschaft keine Pause, sind derzeit gut drauf.“

Niina und die Kids – die Anker von Kreidl.
Niina und die Kids – die Anker von Kreidl.(Bild: J.Kreidl)

Der nächste Verlust
Was schon wieder auch ausländische Klubs auf den „Plan“ rief: Mittelfeldmotor Otto Ruoppi wird Ende des Monats in die Bundesliga nach Mainz wechseln! „Ein mit Sicherheit großer Verlust. Aber das ist und wird immer unser Los bleiben“, verfällt Kreidl deswegen nicht in Panik, „wir haben auch schon wieder Ersatz gefunden.“

Ganz nach dem Motto: In der Ruhe liegt die Kraft! Und die ist dem 30-Jährigen nicht abzusprechen. Am See vor der Haustüre – da kann man sie täglich tanken!

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