Viermal mehr Wölfe als Luchse streifen durch Österreich, und während die Zahl der Isegrims wächst, sinkt jene der Pinselohren. Erstmals gelang in Oberösterreich nun im Zuge der Wolfsbeobachtung der Gen-Nachweis einer der seltene und scheuen Raubkatzen.
Nur noch rund 30 Pinselohren sind bundesweit unterwegs – jene fünf im Nationalpark Kalkalpen in OÖ eingerechnet. Und diese Inselpopulation ist, wenn nicht bald frisches Blut, sprich Jungtiere, eingesetzt wird, zum Aussterben verdammt. „Die Tiere sind schon in fortgeschrittenem Alter. Es ist kein Nachwuchs mehr zu erwarten“, so Nationalpark-Direktor Josef Forstinger. In den kommenden Jahren sollen bis zu 20 Luchse in den drei Nationalparks in den nördlichen Kalkalpen angesiedelt werden, um den Raubkatzen-Bestand zu sichern.
Grenzgänger hinterließ Spuren
Aber weil die Menschen mehr Angst vor Wölfen als vor Luchsen haben, werden die Isegrims genauer beobachtet. Beim sogenannten Wolf-Monitoring in Oberösterreich kam man nun einem seltenen Pinselohr auf die Schliche. Als bei einem gerissenen Reh in St. Oswald bei Freistadt Genproben analysiert wurden, fanden die Forscher DNA-Material eines Luchses. Es dürfte sich um eines der Tiere handeln, die entlang der Grenze zu Tschechien unterwegs sind. Es war übrigens der erste Nachweis von Luchs-DNA während des Wolf-Monitorings, das es seit dem Jahr 2020 gibt.
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