In der Mittelschule Taufkirchen an der Pram (OÖ) weiß man bisher nicht, wie die Tatort-Räume künftig verwendet werden sollen. Die Tötung der 28-jährigen Lehrerin und der anschließende Suizid des Vize-Schuldirektors bedeuten für die Familien der beiden eine schwer zu bewältigende Tragödie.
Die Ermordung einer Lehrerin (28) in der Bibliothek der Mittelschule Taufkirchen an der Pram durch den stellvertretenden Direktor (29) bedeutet für die dortigen Schüler nicht nur einen extremen menschlichen Verlust, sondern hat auch Auswirkungen auf das Schulgebäude.
Beschilderung entfernt und versperrt
Der Tatort muss – wie berichtet – völlig umgestaltet werden. „Wie es mit der Bibliothek genau weitergeht, wissen wir aktuell noch nicht“, sagt Schuldirektor Hans-Peter Rockenschaub. Der Raum sei von der Polizei freigegeben und bereits gesäubert worden. „Wir haben die Beschilderung entfernt und ihn abgesperrt, er bleibt vorerst unbenutzt und wird künftig nicht mehr als Bibliothek verwendet.“
In der kommenden Woche werde für die Schüler wieder ein fachbezogener Unterricht angeboten. Rockenschaub: „Am Montag und Dienstag fallen die Nachmittagsstunden noch aus.“ Psychologen werden aber weiter vor Ort zur Verfügung stehen.
Sohn bzw. Bruder verloren
Die grauenhafte Tat und das Motiv des Mörders – unerwiderte Liebe – sorgen nach wie vor für enorme Betroffenheit. Das Mitgefühl mit den Angehörigen der Lehrerin ist groß, genau so wie für die Familie des 29-Jährigen. Letztere hatte bereits vor elf Jahren einen Sohn verloren.
Der damals 17-jährige Führerscheinneuling war im Mai 2015, einen Tag nach seinem Geburtstag, in Schardenberg mit seinem Moped auf die Gegenfahrbahn geraten und ins Auto eines 23-jährigen Innviertlers gekracht. Der Bursch starb noch an der Unfallstelle. Durch den Suizid des Vize-Schuldirektors nach der Tat verloren die Eltern nun auch ihr zweites Kind.
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