Ab 25. September soll der Notarzthubschrauber Christophorus Europa 3 in Suben auch nachts einsatzbereit sein. Doch was passiert bei Nebel, Gewitter oder Schneefall? Jetzt steht fest, wie die Notarzt-Crew dann trotzdem zu ihren Patienten kommt.
Die Politik wertet das Projekt als Meilenstein für Oberösterreich: Ab 25. September soll der in Suben (Bezirk Schärding) stationierte Notarzthubschrauber Christophorus Europa 3 rund um die Uhr einsatzbereit sein – die „Krone“ berichtete. Der Start des Nachtflugbetriebs erfolgt damit exakt ein Jahr vor der Landtagswahl.
In der Sitzung des Oö. Landtags wurde in der Vorwoche auch die finanzielle Grundlage für das Projekt geschaffen. Das Land Oberösterreich zahlt dem Betreiber, dem Christophorus Flugrettungsverein (ÖAMTC), jährlich 2,25 Millionen Euro. Vorerst ist der 24-Stunden-Betrieb auf drei Jahre ausgelegt, danach soll evaluiert werden.
Nun steht auch fest, wie Einsätze abgewickelt werden, wenn der Hubschrauber wegen schlechter Witterung nicht starten kann. „Wird die Crew trotzdem alarmiert, steht der Mannschaft ein Notarztfahrzeug zur Verfügung, das sich ebenfalls am Stützpunkt in Suben befindet“, bestätigt das Büro von Gesundheitslandesrätin und LH-Vize Christine Haberlander (ÖVP).
Nach Einschätzung des ÖAMTC werden zehn bis 15 Prozent der Einsätze nicht geflogen werden können. In diesen Fällen rückt die Mannschaft mit dem Ersatzfahrzeug aus. Damit soll sichergestellt werden, dass die speziell ausgebildete Notarzt-Crew auch bei Nebel, Gewitter oder anderen ungünstigen Wetterbedingungen verfügbar bleibt.
Offen ist hingegen noch, wie sich Bayern an den Kosten beteiligt. Hintergrund ist, dass Christophorus Europa 3 als grenzüberschreitendes Projekt gemeinsam von Österreich und Deutschland betrieben wird.
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