Die derzeitige Hitzewelle nimmt immer mehr Fahrt auf. Viele suchen Abkühlung in den heimischen Gewässern – und die ist noch groß. Denn obwohl es heiß ist, sind viele Seen noch angenehm kühl bzw. nur etwas für Hartgesottene. Auch im Bereich Wohnbau setzt man sich vermehrt mit dem Thema Hitze auseinander.
Wer derzeit im Job sitzt und schwitzt, träumt vom kühlen See und Bikini bzw. Badehose statt Bürokluft oder Arbeitsgewand. Doch in der Realität muss man zumindest aktuell für den Sprung in die heimischen Fluten noch eher etwas abgehärtet sein. So ist der oftmals als „Badewanne der Oberösterreicher“ titulierte Attersee frische 19,6 Grad „warm“. Angeblich genau so viele Grad hat der Traunsee beim Badeplatz Bräuwiese in Traunkirchen.
Bis zu 25 Grad sind drinnen
Im Hallstättersee empfiehlt sich wie üblich für’s Pritscheln ein Neoprenanzug: 15,4 Grad. Noch schlimmer ist der Gosausee: 12 Grad. Vergleichsweise kuschelig ist dann der Mondsee mit 21,3 Grad. Aber es geht noch angenehmer: Der Badesee Mitterkirchen bietet schon 23 Grad, während die Feldkirchner Badeseen „nur“ 21 Grad haben. Am angenehmsten lässt sich momentan im Naturerlebnisbad Gallspach der Sommer genießen: mit 25 Grad Badetemperatur.
Zahl der Hitzetage steigt
Für kuriose Blüten sorgt ein Trend, den es seit einigen Jahren gibt. In einer Schule im Bezirk Eferding wurden elektrische Handventilatoren verboten. Der Grund: Es würde die Gefahr bestehen, dass die kleinen Geräte Feuer fangen. Dabei sind sie durchaus sinnvoll, um für punktuelle Abkühlung zu sorgen.
30 Grad oder mehr an zumindest drei aufeinanderfolgenden Tagen, dann spricht man offiziell von einer Hitzewelle. Die aktuelle Periode ist die erste dieser Art im heurigen Jahr und soll bis Dienstag dauern.
Die steigende Zahl der Hitzetage sorgt auch im Bereich des Wohnbaus für ein Umdenken. Denn war früher die Beheizung ein Thema, so ist es nun die Kühlung. „Glasfronten, wie etwa in der Solarcity, würde man heute nicht mehr bauen. Da hat es bis zu 40 Grad“, sagt GWG-Geschäftsführer Nikolaus Stadler.
Besonders in den Städten ist es heiß
Ihm schwebt vor, dass man die Wohnbauförderung adaptiert und Balkon und Loggia etwas größer bauen kann. In dem gewonnenen Platz könnte das Split-Gerät der Klimaanlage stehen. Bei Wohnungen in Alleinlage und Häusern würden sich Deckenkühlungen anbieten. „In Mehrparteienhäusern ist das aber schwer umsetzbar, weil überall dieselbe Temperatur eingestellt sein muss“, sagt Stadler.
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