Musik und Paradies gehören irgendwie zusammen. Wenn das Ganze auch noch in einem barocken Garten zelebriert wird, ist das Glück perfekt: Die OÖ Stiftskonzerte beschworen mit einem Konzert, das an drei Schauplätze im Stift führte, nicht nur die Harmonie, sondern es brachte auch Nachwuchsmusiker und Profis zusammen.
Ein poetisches Traumland und ein irdisches Paradies wurden beim Konzert „Arkadia – Poetisches Traumland – Irdisches Paradies“ im Stift Wilhering beschworen.
An drei Stationen – im Barockgarten, im Stiftshof und im Fritz-Fröhlich-Saal des Zisterzienserstiftes – präsentierten Schülerinnen und Schüler des Stiftsgymnasiums ausgewählte Gedichte und Musikstücke. Besonders hervorzuheben waren der Trompeter Felix Lanzendörfer und die Violinistin Elena Schmidlechner, die mit ihrem musikalischen Talent beeindruckten.
Reise zur Sehnsucht
Es folgte ein ebenso köstlicher wie abwechslungsreicher Liederabend unter dem Titel „Arkadia“. Mit musikalischen Kostbarkeiten von Haydn, Mozart, Schubert, Spohr und Liszt wurde das Publikum auf eine Reise durch Sehnsucht, Schönheit und Vergänglichkeit mitgenommen.
Für die dramaturgisch kluge Gestaltung des Abends zeichnete der Altphilologe Rainer Weissengruber verantwortlich. Die Ausführenden boten Leistungen auf höchstem Niveau: der herausragende Tenor Jan Petryka, die Sopranistin Cornelia Horak, die Kammermusik-Spezialistin Andrea Linsbauer sowie der erst 19-jährige Klarinettist Samuel Neubauer.
Brillante Stimmen, ein herausforderndes Klavier
Jan Petrykas Stimme wirkt auch in den höchsten Lagen mühelos und natürlich. Er überzeugte mit vorbildlicher Textdeutlichkeit und feinsinniger Gestaltungskraft. Die kurzfristig für Ilia Staple eingesprungene Cornelia Horak erwies sich als erfahrene, souveräne und spielfreudige Interpretin - stilistisch vielseitig, technisch brillant.
Andrea Linsbauer hatte am Flügel nicht die einfachsten Voraussetzungen: Ein in die Jahre gekommener, türkisfarbener Bösendorfer verlangte der Pianistin einiges an Anpassungsfähigkeit ab. Umso bemerkenswerter war ihre sensible und verlässliche Begleitung.
Mitten in die Herzen des Publikums
Für einen besonderen Glanzpunkt sorgte Samuel Neubauer. Der junge Klarinettist aus Niederösterreich, der bereits als Solist mit renommierten Orchestern konzertierte, entlockte seinem Instrument einen faszinierend warmen und farbenreichen Klang.
Mit technischer Souveränität, musikalischer Reife und natürlicher Bühnenpräsenz spielte er sich unmittelbar in die Herzen des Publikums, das die Künstlerinnen und Künstler mit lang anhaltendem Applaus feierte.
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