Bereits 40.000 Beschäftigte nutzen in Oberösterreich ihren Dienstwagen auch außerhalb des Jobs. Jetzt kritisiert der Mobilitätsklub VCÖ das Ende der Steuerfreiheit für Elektro-Firmenautos.
Oberösterreichs Beschäftigte geben auch außerhalb der Arbeit Gas: Die Zahl der privat genutzten Firmenwagen hat sich seit 2014 verdoppelt. Nutzten damals noch 20.500 Beschäftigte in Oberösterreich ihr Dienstauto auch privat, sind es nun 40.700, wie eine Auswertung des Mobilitätsklubs VCÖ zeigt.
Die private Nutzung von Firmenwagen wird steuerlich begünstigt. Allerdings: Nur sechs Prozent der unselbstständig Beschäftigten steht in Oberösterreich ein Dienstauto zur Nutzung auch abseits des Jobs zur Verfügung. „Es ist ein Steuerprivileg, von dem in erster Linie Personen mit hohem Einkommen profitieren“, kritisiert Michael Schwendinger vom VCÖ. Denn in den Genuss eines Firmen-Pkw komme eher das Management als die Mitarbeiter.
„Anreiz für Anschaffung von Elektroautos sinkt“
Und noch etwas kritisiert der Mobilitätsklub: Bisher waren privat genutzte Elektro-Dienstwagen von der Versteuerung als Sachbezug ausgenommen. Im Zuge der Budgetsanierung fällt dieses Privileg nun ab dem Jahreswechsel. „Damit sinkt der Anreiz für die Anschaffung von Elektroautos als Firmenwagen“, befürchtet der VCÖ. Das wiederum sei kontraproduktiv für die Erreichung der Klimaziele.
Fest steht: Dienstautos sind ein wesentlicher Hebel bei der Elektrifizierung des Verkehrs. Denn rund zwei Drittel der Neuzulassungen von Pkw entfallen auf Firmen und andere juristische Personen.
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