Institut belegt

Belastung an Kärntner Seen heuer geringer

Forschungsinstitut bewertet jährlich den ökologischen Zustand der Gewässer in Kärnten. Heuer gab es ein Plus für den Gösselsdorfer See, Keutschacher See, Linsendorfer See, Silbersee, Forstsee, Hafnersee, Vassacher See, Pirkdorfer See, St. Andräer See, St. Urban See und der Zmulner See.

Stolze 1318 Wasserproben für chemische und biologische Analysen hat das Kärntner Institut für Seenforschung alleine im Jahr 2025 entnommen. Daraus ergibt sich der 40. Kärntner Seenbericht, der den ökologischen Zustand der Gewässer, Klimaveränderung, Nutzung, Wasserpflanzen, Fischbestände und Uferstrukturen der heimischen Seen untersucht.

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Die Ergebnisse zeigen, wie sensibel unsere Kärntner Seen auf Witterung, Temperatur und Wasserhaushalt reagieren.

Marika Lagger-Pöllinger, Landesrätin

Bis in die 20er-Jahre gehen die Erhebungen rund um die heimischen Gewässer zurück. 1975 wurde aus einem kleinen limnologischen Labor, also einem Labor, in dem Binnengewässer erforscht werden, das Kärntner Institut für Seenforschung. Ursprünglich ging es um die Überwachung der Gewässergüte, Nährstoffverhältnisse und Sanierungsmaßnahmen.

Die Drau ist an vielen Stellen ein malerisches Kleinod.
Die Drau ist an vielen Stellen ein malerisches Kleinod.(Bild: Elisabeth Nachbar)

Seit 2024 Werte bei elf Seen verbessert
Während im Jahr 2024 noch viele Seen wegen der Phosphorkonzentration auf der roten Liste landeten, gab es für 2025 bessere Ergebnisse. Gleich elf Seen wurden aufgrund der Verringerung der Nährstoffsituation um eine Klasse besser eingestuft.

Das sind der Gösselsdorfer See, Keutschacher See, Linsendorfer See, Silbersee, Forstsee, Hafnersee, Vassacher See, Pirkdorfer See, St. Andräer See, St. Urban See und der Zmulner See. Insgesamt wurden elf Seen mit „oligotroph“, 18 Seen mit „mesotroph“, sechs Seen mit „schwach eutroph“, fünf Seen mit „stark eutroph“ und ein See mit „hypertroph“ eingestuft. „Die Ergebnisse zeigen, wie sensibel unsere Seen auf Witterung, Temperatur und Wasserhaushalt reagieren. Besonders erfreulich ist die Entwicklung beim Keutschacher See. Er wurde wieder als nährstoffarm bewertet – und das ist bei Seen eine gute Nachricht: Weniger Nährstoffe bedeuten weniger Algenwachstum und meist stabilere ökologische Verhältnisse“, erklärt Umweltlandesrätin Marika Lagger-Pöllinger.

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