Berufung ist fix

Kokain für Mädchen: Höhere Haftstrafe gefordert

Salzburg
19.06.2026 16:14

Das Urteil gegen einen Türken (44), der über drei Jahre zehn teils minderjährige Mädchen im Salzburger Bahnhofsviertel mit Kokain versorgte, regte auf. Die Staatsanwaltschaft meldete jetzt Strafberufung an. Heißt auch: Noch bleibt der 44-Jährige in Untersuchungshaft. 

Der Prozess löste Aufregung aus – bis in die Landespolitik. Auch für die Staatsanwaltschaft war sie offensichtlich zu mild. Gegenüber der „Krone“ bestätigte die Anklagebehörde den Gang in die nächste Instanz: Strafberufung wurde angemeldet. Mit dem Rechtsmittel will die Staatsanwaltschaft eine strengere Haftstrafe für den nicht rechtskräftig verurteilten Türken erreichen.

Wie berichtet, saß am Mittwoch ein im Bahnhofsviertel lebender Türke (44) vor der Richterin des Salzburger Landesgerichtes: 14 Monate teilbedingte Haft, zwei davon unbedingt, erhielt der zweifach einschlägig vorbestrafte Mann nach einem Geständnis – bei einer möglichen Strafdrohung von bis zu drei Jahren Freiheitsstrafe. Da er seit nunmehr drei Monaten in U-Haft sitzt, dürfte er bei Rechtskraft des Urteils mit einer Haftentlassung rechnen. Dies wird sich nun jedenfalls aufgrund der Berufung verzögern.

Über Jahre Kokain hergegeben 
Laut Anklage hatte der zweifache Vater zwischen 2023 und 2026 regelmäßig – teils wöchentlich – Mädchen zwischen 12 und 17 Jahren mit Kokain versorgt. Er selbst gab die Vorwürfe beim Prozess zu, ging aber nicht weiter darauf ein und beantwortete keine Fragen. Gegen den Mann laufen zudem noch Ermittlungen „wegen möglicher sexueller Übergriffe“, bestätigte die Staatsanwaltschaft. 

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