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Zangerl: „Steuern fair verteilen!“

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21.06.2026 00:01
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Porträt von Promotion Team
Von Promotion Team

„Wer außergewöhnlich profitiert hat, muss stärker in die Verantwortung genommen werden“, stellt AK Präsident Zangerl klar und fordert einen verpflichtenden Solidaritätsfonds, der von jenen gespeist werden soll, die von den Krisen der letzten 20 Jahre profitiert haben.

„80 Prozent der Steuern werden von Beschäftigten und Konsument:innen getragen, das ist unfair. Es braucht dringend eine Reform der Steuerstruktur, ohne gerechte Steuerverteilung wird das System an seine Grenzen stoßen“, betont AK Präsident Erwin Zangerl. Neben dem von ihm vorgeschlagenen Solidarfonds dürfen auch Überlegungen zu vermögensbezogenen Steuern nicht mehr einfach vom Tisch gewischt werden, so Tirols AK Präsident.

(Bild: AK Tirol/ Berger)

Mehr Millionäre, mehr Armut
Die Zahl der Dollar-Millionäre ist im Vergleich zum Vorjahr überdurchschnittlich stark um 21 Prozent auf knapp 200.000 Personen gestiegen, das Vermögen in dieser Gruppe liegt bei ca. 484 Milliarden Euro. Gleichzeitig steigt auch die Armut im Land.

Sparen im Budget darf nicht bedeuten, dass allein auf Kosten jener das Budget saniert wird, die Tag für Tag die Wirtschaft am Laufen halten und die ohnehin schon massiv unter den hohen Lebenshaltungskosten und unter realem Lohnverlust leiden. Die Arbeitnehmer:innen müssen jetzt endlich entlastet werden

Vermögen und Erbschaften
Dazu gehört für Zangerl auch ein Überdenken der starren Haltung gegenüber vermögensbezogenen Steuern. Denkbar wären vermögensbezogene Steuern von Nettovermögen ab einer Million Euro und eine reformierte Erbschaftsteuer für Erbschaften ab einer Million Euro. Zudem sollen die Senkungen der Körperschaftssteuer der letzten Jahre wieder zurückgenommen werden.

„Der unter den Vorgängerregierungen eingeschlagene Budgetpfad hat Österreich massiv belastet, nun sollten Auswege aus der Krise gesucht werden, bei denen alle beteiligt sind und nicht nur jene, die ohnehin den Großteil der Steuerlast zu tragen haben“, stellt Zangerl klar. „Letzteres ist politisch in Wirklichkeit nicht vertretbar und undemokratisch.“

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