Es ging um drei Mädchen, mit denen ein Libanese (23) und sein Landsmann (25) in einer Asylunterkunft in Leonding (OÖ) gefeiert hatten. Das dürfte ausgeufert sein. Als eine der Teenagerinnen schließlich einen befreundeten Iraker (16) zu Hilfe rief und dieser sie abholen wollte, entwickelte sich ein heftiger Streit. Der Libanese attackierte daraufhin mit einer Stichwaffe den Jüngeren. Nur eine Not-OP rettete sein Leben.
Zwei Libanesen hatten am 17. Dezember in Linz-Auwiesen drei junge Mädchen (15 und 16) abgeholt und sie in eine Flüchtlingsunterkunft nach Leonding gebracht. Dort wurde Alkohol getrunken.
Die Situation dürfte für die Mädchen schließlich unangenehm geworden sein. Sie riefen einen irakischen Bekannten an, den sie baten, sie abzuholen. Dieser tauchte mit zwei Begleitern (16, 20) in der Unterkunft auf, doch die Libanesen wollten die Mädchen nicht gehen lassen.
Während des folgenden Streits zückte der 23-jährige Libanese ein Filetiermesser (20 Zentimeter lange Klinge). Er stach mehrmals auf den 16-Jährigen ein und traf ihn unter anderem im Herzbereich. Dank einer Not-OP konnte er gerade noch gerettet werden. Der 25-jährige Libanese, der sich noch schützend über das Opfer gebeugt hatte, wurde ebenfalls verletzt.
Wie nun feststeht, muss sich der 23-Jährige am 5. und 7. August am Landesgericht Linz wegen versuchten Mordes und Körperverletzung verantworten. Strafdrohung: zehn bis 20 Jahre Haft.
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