In Wolfsberg

Nach Bauarbeiten: Etliche Birken wurden gefällt

Kärnten
18.06.2026 11:00

Ein kahler und leerer Fleck ist dort zu sehen, wo früher mehrere Birken gestanden haben. Insgesamt 15 Baumstümpfe sind von den 70 Jahre alten Bäumen übrig geblieben. Der zerstörte Waldpark in Wolfsberg sticht sofort ins Auge. Die Bäume fielen Grabungsarbeiten zum Opfer.

Die Birken spendeten besonders in den heißen Sommertagen Schatten. Doch nun sind die Bäume weg. Laut der Stadtkommunikation wurden ihre Wurzeln wegen Grabungsarbeiten erheblich zerstört.

Wurzeln erheblich zerstört
„In den vergangenen Monaten ist es in diesem Bereich zu mehreren Grabungsarbeiten durch unterschiedliche Infrastrukturbetriebe – darunter Land, Kelag und Stadtwerke –gekommen“, so Stadtsprecher Daniel Polsinger. Dabei wurden laut ihm die Wurzeln von elf Bäumen derartig beschädigt, sodass sie gefällt werden mussten. „Die schweren Fahrzeuge und weitere Gerätschaften haben dem Boden so stark zugesetzt, sodass die Bäume unstabil wurden“, berichtet Polsinger. 

Bodenverdichtung durch Fahrzeuge

Wird schwerer Druck auf das Erdreich durch Fahrzeuge oder Maschinen ausgeübt, leidet die Bodengesundheit darunter erheblich. Luft- und wassergefüllte Hohlräume im Boden werden zusammengepresst. Wurzeln von Bäumen bekommen keinen Sauerstoff mehr. Die Bäume verlieren an Stabilität, haben ein erhöhtes Krankheitsrisiko und bekommen Wachstumsschäden. Es gibt verschiedene Methoden, die ein Absterben verhindern können.

Verkehrssicherheit war gefährdet
Während der Arbeiten sei laufend ein Baumgutachter vor Ort gewesen, der die Situation beobachtet habe. „Die Wurzeln sind dennoch derart geschädigt worden, dass die Standfestigkeit der Bäume nicht mehr gewährleistet werden konnte. Die instabilen Birken mussten gefällt werden.“ Zudem ist eine Gefährdung des angrenzenden Verkehrs nicht auszuschließen gewesen.

Die Beteiligten sollen im Vorhinein der Arbeiten schon gewusst haben, dass die Bäume den Grabungsarbeiten zum Opfer fallen. „Deswegen wurde mit den Infrastrukturbetrieben eine Vereinbarung getroffen, wonach etwaige Schäden an den Bäumen abgegolten werden“, so Polsinger. Der Schaden ist bisher nicht bezifferbar.  Das brachliegende Areal soll in Zukunft neugestaltet werden.

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