Die wehrlose Situation von Spitalspatienten soll ein 58-jähriger Pflegeassistent des Klinikums Wels-Grieskirchen schamlos ausgenutzt haben. Insgesamt soll der Mann aus den Häusern seiner Opfer Schmuck, Gold, Geld im Wert von 391.000 Euro gestohlen haben. Er zahlte damit seinen Kredit ab und kaufte sich einen Audi.
Er fragte die Patienten nach ihren Wohngegebenheiten aus, suchte sich in den Krankenakten die Wohnadressen heraus und stahl ihnen dann ihre Hausschlüssel. Laut den bisherigen Ermittlungen soll er in vier Fällen genau so vorgegangen sein. Am 23. März wurde er beim Betreten eines Hauses jedoch von einem aufmerksamen Nachbar beobachtet, der die Polizei alarmierte. Der Beschuldigte gab damals an, die Katze der auf seiner Station befindlichen Patientin zu füttern.
Fünf Fälle zugeordnet
Der unbescholtene Pfleger wurde auf freiem Fuß angezeigt. Kurz darauf meldete sich aber ein weiteres Opfer – eine 75-jährige Frau. Bei ihr wurden Gold und Wertgegenstände in der Höhe von zumindest 384.000 Euro gestohlen. Die Spur führte die Ermittler zu dem Pfleger. Dem 58-Jährigen konnten fünf Fälle zugeordnet werden.
Sitzt in Untersuchungshaft
Mit der Beute – insgesamt 391.000 Euro – zahlte er seinen Kredit, kaufte sich einen Audi A6 Avant sowie seiner Schwiegertochter ebenso ein Auto – und verreiste. Der Beschuldigte wurde am 21. April festgenommen, sitzt seither in Untersuchungshaft. Nach anfänglichem Leugnen ist der Langfinger geständig.
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