Dialer folgt Hesse

Wachablöse beim Militärkommando Vorarlberg

Vorarlberg
16.06.2026 18:30
Porträt von Vorarlberg-Krone
Von Vorarlberg-Krone

Oberst Georg Dialer, zuletzt Verteidigungsattaché in der Ukraine, wird neuer Militärkommandant von Vorarlberg. Er folgt auf Brigadier Gunther Hessel, der als Attaché in die Schweiz wechselt. Neben der Kommandoübergabe stand auch die Erneuerung der Sicherheits- und Katastrophenschutz-Partnerschaft zwischen dem Land und dem Bundesheer im Fokus. 

Das Militär hat seit dem Ausbruch des Kriegs in der Ukraine wieder einen weit höheren Stellenwert in der öffentlichen Wahrnehmung eingenommen als viele Jahrzehnte davor. Auch in Vorarlberg steigt das Interesse an den Belangen rund ums Heer. Am Dienstag war die Bundesministerin für Landesverteidigung, Klaudia Tanner, zu Besuch im Ländle. Am selben Tag wurde auch Oberst Georg Dialer zum neuen Militärkommandanten von Vorarlberg bestellt.

Georg Dialer, Gunther Hessel, Claudia Tanner, Markus Wallner und Daniel Allgäuer (v.l.) bei der ...
Georg Dialer, Gunther Hessel, Claudia Tanner, Markus Wallner und Daniel Allgäuer (v.l.) bei der Unterzeichnung der Partnerschaft(Bild: Land Vorarlberg/7PRO.TV)

Dialer war zuletzt Verteidigungsattaché in der Ukraine und wird ab September auf Brigadier Gunther Hessel folgen, der als Attaché in die Schweiz wechselt. „Mit Georg Dialer übernimmt ein erfahrener Offizier des österreichischen Bundesheeres die Funktion des Militärkommandanten für Vorarlberg. Gleichzeitig will ich mich bei Brigadier Hessel für seine langjährigen herausragenden Beiträge und erfolgreiche Führungstätigkeit bedanken“, erklärte die Bundesministerin bei diesem Anlass.

Vereinbarung erneuert
Dieser nicht unwesentlichen Personalwechsel war aber nicht der einzige Grund für Tanners Besuch in Vorarlberg. Das Land und das Verteidigungsministerium haben auch ihre Vereinbarung zur Präsenz des Bundesheeres in Vorarlberg erneuert. Die sogenannte „Schutz und Hilfe“-Partnerschaft soll weiterhin regionale Antworten auf nationale und internationale Bedrohungen wie Cyber- oder Drohnenangriffe oder Naturkatastrophen zu geben, hieß es dazu von Ministerin Tanner und Landeshauptmann Markus Wallner. Beide verwiesen auf die Bedeutung der regionalen Ebene für die Sicherheit.

Das Bundesheer in Vorarlberg müsse aufgrund der topografischen Situation über besondere Fähigkeiten verfügen. Für die kommenden Jahre ist der Aufbau der Walgaukaserne in Bludesch als Einsatzbasis vorgesehen, die Bilgerikaserne in Bregenz soll als Führungsstandort ausgebaut und modernisiert werden. Investitionen in Fahrzeuge sollen zudem die Mobilität des Bundesheeres im Land verbessern. Im Gegenzug schafft das Land Übungsmöglichkeiten, etwa durch die Reaktivierung des Schießplatzes Berg Isel über Bregenz oder Räume, wo zeitweise das Scharfschießen im freien Gelände trainiert werden kann.

Dual-Use-Geräte angeschafft
Als wesentlichen Bestandteil der Vereinbarung habe das Land auch „Dual Use“-Geräte beschafft, die sowohl für militärische Zwecke als auch im Katastrophenfall genützt werden können. „Wir investieren nicht in den Krieg, sondern in den Erhalt unserer Freiheit, unseres Friedens und unserer Neutralität“, erklärte Ministerin Tanner und verwies auf das Landesverteidigungsbudget, das sich seit ihrem Amtsantritt 2020 von 2,5 Milliarden Euro auf heuer 5,16 Milliarden mehr als verdoppelt habe. In den Jahren 2027 und 2028 sollen noch jeweils 140 Millionen Euro dazukommen.

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