Ein Dornbirner Immobilienbüro (Vorarlberg) hat über 15 Millionen Euro Schulden angehäuft. Ursache sollen unter anderem die Entwicklungen am Immobilienmarkt gewesen sein.
Die Vorarlberger Leopold Immobilien GmbH mit Sitz in Dornbirn ist mit Verbindlichkeiten von fast 15,1 Millionen Euro überschuldet. Am Mittwoch wurde am Landesgericht Feldkirch ein Sanierungsverfahren mit Eigenverwaltung eröffnet, wie Gläubigerschutzverbände am Mittwoch informierten. Den Gläubigern wird eine Sanierungsplanquote von 39 Prozent angeboten, die innerhalb von zwei Jahren zu bezahlen ist.
Das 2018 gegründete Unternehmen kauft Immobilien und vermietet, verpachtet und verwaltet diese. Sie hält außerdem Beteiligungen an mehreren Immobilien- und Projektgesellschaften. Als Gesellschafter sind die S&R Immobilien GmbH mit einer Beteiligung von zwei Drittel sowie die Kmenta & Partner GmbH (ein Drittel) eingetragen. Alleiniger Geschäftsführer ist Mario Kmenta. Dienstnehmer sind keine beschäftigt, aber es sind 49 Gläubiger betroffen.
Gestiegene Kosten
Als Gründe für die Zahlungsunfähigkeit wurden die seit Ende 2022 deutlich gestiegenen Finanzierungskosten infolge des Zinsanstieges sowie der Preisrückgang auf dem Immobilienmarkt in den Folgejahren genannt. Man habe geplante Immobilienverkäufe nicht zu den ursprünglich erwarteten Preisen umsetzen können, hieß es. Fällig gestellte Finanzierungsverbindlichkeiten hätten zudem die Liquiditätssituation verschlechtert. Außerdem sind aus mehreren Bauvorhaben Klagen gegen die Schuldnerin anhängig.
Auf der Habenseite verfügt die Leopold GmbH über Immobilienvermögen in Österreich und Deutschland sowie über Beteiligungen an mehreren Immobiliengesellschaften. Daneben gibt es auch Forderungen aus Darlehen gegenüber verbundenen Unternehmen. Zum Sanierungsverwalter wurde Tobias Gisinger bestellt, Forderungen können bis 8. Oktober angemeldet werden.
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