Neue Plattform

Grüne Industrie Österreichs bündelt ihre Kräfte

Wirtschaft
16.06.2026 12:12

Österreichs wirtschaftliche Zukunft liegt in der Umwelt- und Energietechnologie. Davon ist die grüne Industrie hierzulande überzeugt und bringt sich daher in Stellung. Das Klima- und Umweltschutzministerium, die IV-Plattform Green Tech Industry sowie das Green Tech Valley habe eine Absichtserklärung unterzeichnet.

Ziel der partnerschaftlichen Kooperation ist es, die Innovationskraft, Wettbewerbsfähigkeit und internationale Sichtbarkeit heimischer Green-Tech-Unternehmen weiter auszubauen und damit den Wirtschaftsstandort Österreich nachhaltig zu stärken. Die Unterzeichnung erfolgte im Rahmen eines Kamingesprächs, zu dem Minister Norbert Totschnig gemeinsam mit Kari Ochsner, Präsident der Industriellenvereinigung Niederösterreich und Vorsitzender der neuen IV-Plattform Green Tech Industry, und Bernhard Puttinger, Geschäftsführer des Green Tech Valley geladen hatte.

Stichwort
Wirtschaftszweig Umwelttechnik

Mit über 3300 Unternehmen und rund 57.800 Beschäftigten erwirtschaftet die Branche einen Jahresumsatz von mehr als 21 Milliarden Euro.

Im Jahr 2024 stieg die Zahl der Beschäftigten gegenüber dem Vorjahr um mehr als zwei Prozent – das entspricht einem Plus von über 900 zusätzlichen Green Jobs.

Die Exportquote liegt bei rund 73 Prozent – ein klarer Beleg für die internationale Wettbewerbsfähigkeit österreichischer Umwelttechnologien.

Die neue Kooperation sieht einen strukturierten und regelmäßigen Austausch zwischen Politik, Industrie und Umwelttechnik-Unternehmen vor. Darüber hinaus sollen Initiativen entwickelt und weitere Maßnahmen zur Stärkung der österreichischen Umwelt- und Energietechnologiebranche erarbeitet werden.

Minister Totschnig beim Kamingespräch mit der Grünen Industrie
Minister Totschnig beim Kamingespräch mit der Grünen Industrie(Bild: Rene Hemerka)

Ein zentraler Schwerpunkt des Kamingesprächs war auch die Rolle der Kreislaufwirtschaft als ein Motor der industriellen Transformation in Österreich. So gilt etwa die Zirkularitätsrate als zentrale Kennzahl für das Monitoring der Kreislaufwirtschaft. Aktuell liegt Österreich bei diesem Wert EU-weit auf Rang sieben. Im Rahmen der nationalen Kreislaufwirtschaftsstrategie soll die Zirkularitätsrate bis 2030 nun auf 18 Prozent gesteigert (derzeit 12,8 Prozent) und Österreich in diesem Bereich bis 2035 unter den drei führenden EU-Mitgliedstaaten positioniert werden.

„Die grüne Transformation eröffnet große Chancen für den Wirtschafts- und Innovationsstandort Österreich. Mit diesem Schulterschluss bündeln wir unsere Kompetenzen und stärken gezielt jene Technologien, die für Wettbewerbsfähigkeit, Wertschöpfung und nachhaltiges Wachstum in unserem Land entscheidend sind“, so Totschnig. 

Dieses kranke System hat keine Zukunft
Für Ochsner geht es in erster Linie um Unabhängigkeit und Rohstoffsicherheit. „Wer schon einmal einen Flüssiggascontainer gesehen hat, weiß, wie krank dieses System ist. Das hat keine Zukunft.“ Bernhard Puttinger ergänzt: „Im EU-weiten Eco-Innovation-Index ist Österreich als ‘Leader‘ sogar in den Top-3. Mit dieser Bündelung der Kräfte sollen Jobs und Umsätze für Umweltschutz ‘Made in Austria‘ weiter gestärkt werden.“ 

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