Aufklärung gefordert

Drei Bären in Griechenland illegal wurden getötet

Ausland
15.06.2026 18:10
Porträt von krone.at
Von krone.at

Drei tote Braunbären am vergangenen Wochenende sorgen in Griechenland für Unmut bei den Tierschützern. Diese schlagen Alarm und fordern lückenlose Aufklärung. Die Fälle zeigen die wachsenden Konflikte zwischen Mensch und Bär in den betroffenen Regionen des Landes.

In Griechenland wurden am Wochenende innerhalb weniger Stunden drei Braunbären – vermutlich durch die Hand von Privatpersonen – getötet. Das teilte die griechische Umwelt- und Tierschutzorganisation Kallisto mit. Zwei Tiere seien dabei durch Schüsse getötet worden, ein weiteres durch einen vergifteten Köder. Nun fordert Kallisto eine konsequente Aufklärung der Fälle, sie würden die anhaltenden Bedrohungen für die geschützte Art in Griechenland verdeutlichen, kritisierte die Organisation am Montag.

Umlegen von Meister Petz kein Kavaliersdelikt
Die Tötung oder Verletzung eines Bären sei strafbar und verstoße gegen griechische sowie internationale Schutzbestimmungen. Kallisto forderte die Behörden auf, die Verantwortlichen vor Gericht zu bringen. Begegnungen von Bären mit Menschen dürften kein Vorwand für Selbstjustiz sein. Stattdessen müssten die zuständigen Stellen informiert werden, damit die vorgesehenen Einsatz- und Schutzmaßnahmen greifen könnten.

Doch manche Bewohner im Nordwesten Griechenlands haben Angst, denn mittlerweile wandern die Bären auf Futtersuche in besiedelte Gegenden bis zur Stadt Kastoria. Angezogen werden sie dabei von Abfall der Menschen, aber auch von Obstgärten. Immer wieder kommt es deshalb zur Tötung der Tiere durch Privatpersonen.

Die in Thessaloniki sitzende Umwelt- und Tierschutzorganisation Kallisto macht sich seit 2004 für den Schutz von Wildtieren und deren Lebensräumen in Griechenland stark. Ein zentraler Fokus liegt auf dem Schutz von Großraubtieren wie Braunbären, Wölfen und Luchsen sowie der Förderung der Koexistenz von Mensch und Wildtier.

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