Österreich schwitzt! Hitzerekorde purzelten auch am Dienstag. Die Rufe nach einem Hitzegipfel werden immer lauter, aber: Zu viele Beteiligte sind aktuell auf Urlaub. Statt des Klimagipfels gibt es nur einen Arbeitskreis ...
Wenn du nicht mehr weiter weißt, dann gründe einen Arbeitskreis. Die Rufe nach einem Hitzegipfel, der Vertreter der Landwirtschaft, Politik, Klimaforschung und Wirtschaft an einen Tisch bringen soll, werden immer lauter. Vorerst aber wird es nichts damit, die Begründung dafür ist österreichisch – Sommerferien.
Man werde „die Entwicklung weiter genau beobachten“, heißt es aus dem Kanzleramt. Das Büro von Christian Stocker verweist auf „das im Bundeskanzleramt angesiedelte Krisensicherheitsbüro“. Es habe „bereits im Jänner und April vorausschauend ein umfassendes Lagebild zum Thema Hitze erstellt und eine interministerielle Arbeitsgruppe eingerichtet, die am kommenden Donnerstag erneut zusammenkommen wird“.
Konkrete Beschlüsse sind nicht zu erwarten, aber man werde danach die Öffentlichkeit informieren, so Stocker beim Stopp seiner Sommertour am Dienstag in Graz. „Die Bundesregierung war aktiv und bleibt aktiv“, verteidigte sich Stocker in Sachen Hitzeschutz und kündigte noch für diese Woche einen Ministerratsvorschlag an, der Kühlmöglichkeiten für Gebäude erleichtern soll.
Grund für den ausbleibenden Hitzegipfel? Viele Stakeholder (und Regierungsmitglieder) seien urlaubsbedingt nicht im Land oder nicht greifbar, heißt es. Stocker selbst schon, er urlaubt im August nur drei Tage.
„Während ältere Menschen Angst haben, das Haus zu verlassen und Gemeinden um ihre Wasserversorgung bangen, bringen Kanzler Christian Stocker und Umweltminister Norbert Totschnig nichts zustande. Es reicht!“, ärgert sich Grünen-Klubobfrau Leonore Gewessler. Und schließt sich der „Krone“-Forderung nach einem Hitzegipfel an.
Die Politik ist überfordert, weil so lange nichts im Klimaschutz passiert ist und sich nun alles staut.

Christian Griebler, Grundwasserökologe
Bild: zVg
Seit Jahren reden sich Experten den Mund fusselig, was der Klimawandel für Österreich bedeutet. Passiert ist trotzdem zu wenig. Das müsste angepackt werden:
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