Die Tiroler Polizei stellt ihre Strukturen auf neue Beine: Im Brixental entsteht ein modernes Polizei-Einsatzzentrum, in Hopfgarten zieht eine neue Spezialeinheit ein und landesweit werden zahlreiche Dienststellen personell verstärkt. Insgesamt kommen fast 100 zusätzliche Arbeitsplätze hinzu.
Der „Krone“ wurde es Anfang Oktober im Vorjahr zugespielt – und es sorgte für einige Diskussionen. Die Rede ist von jenem geheimen Schreiben, aus dem hervorgegangen war, dass die Polizeistandorte in Hopfgarten, Westendorf und Kirchberg zusammengeführt werden sollen. Nun wurde die Zusammenlegung der Dienststellen auch offiziell in die Wege geleitet.
Wie die Polizei am Montag mitteilte, erfolgte vergangenen Mittwoch die Unterzeichnung des Mietvertrags für das neues Einsatzzentrum Brixental mit Standort in Kirchberg. Errichtet wird es auf dem Areal der so genannten „Eichenhalle“. Das neue Zentrum soll in der ersten Jahreshälfte 2028 bezugsfertig sein und Platz für 31 Polizistinnen und Polizisten bieten.
Höhere Streifendichte wird versprochen
Für die Bevölkerung verspricht die Landespolizeidirektion eine höhere Streifendichte und schnellere Einsatzzeiten. Erstmals wird im Brixental zudem eine eigene Kriminaldienstgruppe eingerichtet.
Die Polizeiinspektionen fit in die Zukunft zu führen, zählt zu wichtigen Aufgaben der Geschäftsleitung der Landespolizeidirektion.

Landespolizeidirektor Helmut Tomac
Bild: Christof Birbaumer
Auch Hopfgarten bleibt ein wichtiger Polizeistandort: In den Räumlichkeiten der bisherigen Polizeiinspektion entsteht noch heuer eine Kriminalassistenzdienststelle für die Bezirke Kitzbühel, Kufstein und Schwaz. Elf Spezialisten für IT-Ermittlungen, Tatortarbeit und Prävention sollen dort künftig im Einsatz stehen.
79 neue Stellen für 24 Inspektionen
Landesweit investiert die Polizei zudem kräftig in Personal. Für die Kriminalassistenzdienststellen werden 17 zusätzliche Arbeitsplätze geschaffen. Weitere 79 Stellen gehen an 24 Polizeiinspektionen in Tirol. Damit sollen die Dienststellen gestärkt und die steigenden Anforderungen – insbesondere im Bereich Cyberkriminalität – besser bewältigt werden.
Landespolizeidirektor Helmut Tomac spricht von einem wichtigen Schritt für die Zukunft: Moderne Infrastruktur und bessere Arbeitsbedingungen seien die Grundlage für eine effiziente und bürgernahe Polizeiarbeit.
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