Ausgerechnet einen Ort, an dem schon viele gescheitert sind, hat sich Ernst Minar für die Erweiterung der Fitness-Kette John Harris in Salzburg ausgesucht. Bereits vor zehn Jahren habe es hier erste Ideen gegeben – dann machte die Signa-Rekordpleite alles zunichte.
Und auch für Fitness-Studios war das Gebäude in der Innsbrucker Bundesstraße bisher kein gutes Pflaster. Drei Unternehmen scheiterten, im Gedächtnis blieb vielen die Pleite des Holmes Place.
Jetzt investiert Minar ausgerechnet hier mehr als zehn Millionen Euro. „Ich habe das Gefühl, Salzburg wartet. Im Premium-Bereich gibt es relativ wenig. Wir sind die Einzigen mit einem Pool“, erzählt er beim „Krone“-Lokalaugenschein auf der Baustelle.
Fitnessstudio ist noch eine Baustelle
Noch ist viel zu tun. Es wird gebohrt und gestemmt, Arbeiter fädeln Leitungen ein und verlegen Böden. Täglich kommen Fitnessgeräte an. „Früher hat man geglaubt, dass zum Beispiel unsere Gesäßtrainer eher für Frauen sind. Das stimmt aber nicht. Auch Männer wollen einen schönen Hintern“, schmunzelt Minar. Anders gesagt: Alle wollen einen knackigen Po. . .
Im Gebäude wurden fast alle Wände entfernt. Der Pool mit vier Bahnen ist komplett neu. „Wir haben alles raus gerissen, einen weiteren Raum dazu genommen und die Fläche auf insgesamt 4200 Quadratmeter vergrößert“, erzählt der John-Harris-Chef. „Ohne die Erlaubnis, alles neu zu machen, wären wir jetzt gar nicht hier.“
Geöffnet wird das neue Studio am 10. Juli. Dann werden 30 Mitarbeiter dort beschäftigt sein. Dass auf Wien, Linz und Graz ausgerechnet Salzburg folgt, ist kein Zufall: „Viele unserer Stammkunden sind im Sommer in Salzburg, einige besuchen etwa die Festspiele“, erzählt Minar und ergänzt: „Deshalb wollen sie dann auch in der Mozartstadt trainieren.“
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