Bekamen Einreiseverbot

Aktivisten wollten Walfang in Island sabotieren

Ausland
05.08.2026 14:42
Porträt von krone.at
Von krone.at

In Island haben 21 Aktivistinnen und Aktivisten versucht, ein Walfang-Schiff zu sabotieren. Alle seien ausgewiesen und mit einem mindestens zweijährigen Wiedereinreiseverbot belegt worden, sagte ein Polizeisprecher am Mittwoch.

Einer der Aktivisten sagte, dass das Walfang-Schiff „Hvalur 9“ vor der isländischen Küste gerammt werden sollte. Das eigene Schiff „Bandero“ sei aber zu langsam gewesen. Daher hätten die Tierschützerinnen und Tierschützer versucht, aus einem Gummiboot heraus die Schiffsschrauben mit einem Netz zu behindern. Dieser Versuch schlug ebenfalls fehl.

Die Behörden beschlagnahmten daraufhin das Schiff der Gruppe. Die Polizei warf ihr vor, internationales Seerecht verletzt und die maritime Sicherheit gefährdet zu haben. Sie erteilte den Crewmitgliedern Hausarrest, inzwischen durften sie das Schiff aber wieder verlassen. Die „Bandero“ gehört der Organisation des US-kanadischen Walschützers Paul Watson, der selbst nicht an Bord war.

Hausarrest „übertrieben“
Die Aktivistinnen und Aktivisten bezeichneten den Hausarrest als „übertrieben“. Ihnen seien auch die Handys weggenommen worden, kritisierten sie weiter. Unter ihnen waren fünf Personen aus den USA, vier aus Brasilien, drei aus Frankreich, zwei aus Spanien und je eine Person aus Deutschland, Belgien, Australien, Kanada, Großbritannien, der Schweiz sowie Trinidad und Tobago.

Hier sehen Sie die Kritik der Aktivistinnen und Aktivisten:

Sie wurden ausgewiesen und dürfen nun mindestens zwei Jahre lang nicht mehr einreisen. Für Bürgerinnen und Bürger des Schengen-Raums gilt die Ausweisung aus Island nur für Island selbst. Die anderen Aktivistinnen und Aktivisten dürfen in den gesamten Schengen-Raum nicht mehr einreisen.

Island ist neben Norwegen und Japan eines von weltweit drei Ländern, die kommerziellen Walfang erlauben. Die Regierung plant aber, im Oktober ein Gesetz einzubringen, um den Walfang zu verbieten.

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