Uli Hoeneß hat sich klar gegen FIFA-Boss Gianni Infantino gestellt und dessen Pläne, Teile der Weltmeisterschaft an Investoren zu verkaufen, kritisiert. Dabei appellierte er an die europäischen Verbände, die am Donnerstag selbst eine klare Botschaft gesendet haben.
Zunächst wirkte Hoeneß am Donnerstagabend beim Thema WM-Verkaufspläne noch etwas vorsichtig, wollte sich noch etwas zurücknehmen. „Ich habe eine spezielle, sehr starke Meinung! Aber mir ist es zu früh, diese bekannt zu geben“, wird der Bayern-Patron von „Sportbild“ zitiert.
Eines stellte er aber schon mal klar: Diese Meinung richtet sich gegen Gianni Infantino! Und schließlich ließ sich der Weltmeister von 1974 doch zu einem feurigen Statement hinreisen, als es um die zuvor publik gewordenen Boykott-Drohungen der UEFA ging.
„Kann man in die Tonne treten“
„Ich persönlich glaube, dass die Europäer hier noch gar nicht wissen, wie stark sie eigentlich sind. Denn einen Wettbewerb ohne Europäer kann man in die Tonne treten!“, stellte Hoeneß klar und wandte sich schließlich an den FIFA-Boss: „Wenn die Europäer wirklich einig sind und wenn sie konsequent daran arbeiten, wird Herr Infantino mit diesem Plan nicht durchkommen. Wenn er Fidschi-Inseln gegen Kap Verde bei der WM haben will, dann kann er das haben.“
Am Donnerstag gab die UEFA nach einer virtuellen Dringlichkeitssitzung bekannt, dass alle 55 UEFA-Mitgliedsverbände dafür gestimmt haben, einen Boykott der Weltmeisterschaft bei Männern und Frauen zu unterstützen, falls FIFA-Boss Gianni Infantino seine Privatisierungspläne weiter vorantreibt. Ein starkes Signal des Widerstands!
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