Analyse: Unterkärnten

Studie zeigt Bezirken wirtschaftliche Zukunft auf

Kärnten
12.06.2026 15:59

Eine solide wirtschaftliche Basis, aber Strukturwandel und Kaufkraftabflüsse als Herausforderung: Ein Blick in die Zukunft von Völkermarkt und Wolfsberg mit der aktuellen Wirtschaftsstrukturanalyse.

Eine Grundlage für die Weiterentwicklung von Stadt- und Ortskernen wollte die LEADER-Region Unterkärnten mit der Studie schaffen und eines ist klar: Die Bevölkerungsentwicklung wirkt sich in Völkermarkt und Wolfsberg bereits heute negativ auf die Handelsentwicklung aus.

Immerhin positiv, ist die Kaufkraft der Unterkärntner, die weiterhin bei rund 90 Prozent des österreichischen Durchschnitts liegt. Gleichzeitig zeigt die Studie, dass die Kaufkraft meist außerhalb der Region, etwa im Online-Handel, ausgegeben wird. Die wichtigsten Kundengruppen des lokalen Einzelhandels sind Touristen. Und bei denen gibt es seit 2025 ohnehin ein Plus von 15 Prozent. „Der Tourismus bietet enormes Potenzial für den regionalen Handel. Das muss künftig noch stärker genutzt und in Wertschöpfung für die Ortszentren umgewandelt werden“, sagt Rudolf Bredschneider, Wirtschaftskammer-Obmann in Völkermarkt.

Zu beachten sei, so die Studie, die Wettbewerbsfähigkeit des stationären Handels, die verbessert werden muss. Gerade Unternehmer kritisieren die Entwicklung der lokalen und regionalen Kaufkraftsituation und das Mietpreisniveau. Gerade der regionale Handel müsse gestärkt werden. WK-Bezirksstellenobmann in Wolfsberg, Gerhard Oswald sieht die Ergebnisse als Bestätigung: „Die Menschen im Lavanttal vertrauen ihren regionalen Betrieben.“

Befragt wurden übrigens 2617 Konsumenten; 484 Handelsbetriebe analysiert und 106 Unternehmer eingebunden.

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