Nach Zugtragödie Waise

Neues Konto für Mila soll Vertrauen zurückgeben

Niederösterreich
13.06.2026 06:45

Nach Querelen um ein von einem Onkel eingerichtetes Spendenkonto für die zweijährige Mila, die bei einer schrecklichen Unfalltragödie vergangenes Wochenende beide Eltern verlor, gibt es nun eine Lösung, die allen willigen Spendern das nötige Vertrauen zurückgeben soll.

Riesige Betroffenheit löst der Fall der zweijährigen Mila aus, die bei dem verheerenden Zusammenstoß mit einem Güterzug in Allentsteig in Niederösterreich am vergangenen Samstag als einzige Autoinsassin überlebte und nun Vollwaise ist.

Nachdem Betrugsverdacht rund um ein Spendenkonto aufgekommen war – die „Krone“ berichtete –, ergriff Allentsteigs Bürgermeister Georg Marksteiner für seine kleine Einwohnerin jetzt die Initiative: „Da braucht man nicht lange überlegen oder nachdenken. Mila ist etwa im Alter meiner Tochter, die sie auch kennt. Die Kleine braucht jetzt jede Unterstützung, die sie bekommen kann“, so der Stadtchef, dass er sich vertrauensvoll an Notar Leopold Liener wandte.

Die Unfalltragödie machte ein zweijähriges Mädchen zur Vollwaise.
Die Unfalltragödie machte ein zweijähriges Mädchen zur Vollwaise.(Bild: FF Allentsteig)
(Bild: Imre Antal)
Bürgermeister Georg Marksteiner an der Unfallstelle
Bürgermeister Georg Marksteiner an der Unfallstelle(Bild: Imre Antal)

Keine Möglichkeit, mit Zahlschein zu spenden
Vor allem ältere Menschen der Region fragten ihn nämlich, ob es nicht auch die Möglichkeit geben würde, klassisch mit Zahlschein auf ein Konto eine Spende einzuzahlen, was aber bisher nicht der Fall war. „Auch aus anderen Gemeinden symbolisierten viele Menschen ihre Hilfsbereitschaft und wollten helfen“, meint Marksteiner, dass er nur vermitteln könne und so versuche, für die kleine Mila gute Lösungen zu finden.

Notar unterstützt die Vollwaise
Stadtnotar Liener zögerte keine Sekunde, ein Spendenkonto bei der Notartreuhandbank für die zweijährige Vollwaise zu eröffnen: „Alle Spenden werden von mir verwahrt und eins zu eins an Mila weitergeleitet. Wichtig ist es, dem kleinen Mädchen in dieser schwierigen Lage zu helfen“, betont er. Es sei ihm natürlich bewusst, dass eine finanzielle Hilfe niemals die eigenen Eltern ersetzen könne, „aber zumindest sollen etwaige finanzielle Sorgen dadurch abgefedert werden“, sagt Liener. Jetzt hoffen alle für die kleine Mila, das Vertrauen der Spender zu erhalten.

Spenden Sie an den genauen Kontonamen: „Spendenkonto Mila“, 
IBAN: AT60 3150 0843 0119 4414

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