Wer etwa umzieht oder einfach zum ersten Mal einen Arzt braucht, der bekommt mitunter Probleme. Denn es ist gar nicht so einfach, von einem Kassenarzt als Neupatient aufgenommen zu werden.
Das zeigt nun auch eine Umfrage der Internetplattform krankenversichern.at, die eine Analyse von Kassenärzten gemacht hat. Das Ergebnis: Österreichweit haben im Schnitt 31,8 Prozent der Ordinationen einen Aufnahmestopp. In Oberösterreich sind es sogar 40,2 Prozent.
Kein Randphänomen
„Der Aufnahmestopp ist kein Randphänomen einzelner Fächer, sondern zieht sich durch das gesamte niedergelassene Kassensystem. Nur das Ausmaß unterscheidet sich deutlich. Selbst dort, wo der Zugang am ehesten gelingt – bei den Hausärzten –, nimmt mehr als jede dritte Ordination keine neuen Patienten mehr auf“, sagt Sebastian Arthofer, Co-Gründer von krankenversichern.at. Diese Tendenzen zeigen sich auch in Oberösterreich.
Wir versuchen, gemeinsam mit der ÖGK und dem Land Lösungen zu finden. Die Zentralisierung macht das aber schwierig.
Peter Niedermoser, Ärztekammerpräsident
Bevölkerung wird immer älter
Vor allem bei Gynäkologen und Hautärzten muss man viel Glück haben, aufgenommen zu werden. Bei den Hausärzten ist es ebenfalls gar nicht so einfach. „Wir versuchen, gemeinsam mit der Landesstelle der ÖGK und dem Land Lösungen zu finden. Die Zentralisierung der Gesundheitskasse macht das aber schwierig“, sagt der Präsident der Ärztekammer OÖ, Peter Niedermoser.
Zudem hätten auch Ärzte und ihr Personal nur bedingte Ressourcen, mit denen man den Patienten eine gute Versorgung zukommen lassen kann. Und: Die Bevölkerung wird immer älter. Das hat natürlich zur Folge, dass es mehr Patienten gibt.
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