„Ich habe immer woanders gesucht, etwa bei asiatischen Glaubenslehren, dabei lag der Schatz direkt vor mir“, sagt Rapper Philipp Michalitsch. Er hat im katholischen Glauben seinen Anker und seine Mission gefunden. Der 39-jährige Wiener will mit christlichem Rap junge Menschen zu Kirche und Glaube bringen.
Christlicher Rap ist im Aufkommen, einige Künstler können sogar gut davon leben. Einer davon ist der US-Amerikaner Frank Forrest. Auch Philipp Michalitsch möchte seine Leidenschaft zum Beruf machen, sagt er im Gespräch mit der „Krone“.
Er rappt seit seiner Jugend, der Glaube ist zu seinem Anker geworden, der für Stabilität in seinem Leben sorgt. Er spricht in seinen Songs offen über eigene Fehler, Krisen und seinen persönlichen Glaubensweg.
Philipps „Freeman Vienna“ ist eine Gruppe aus Wien, die free-urban-pop produziert. Neben dem Frontman sind da noch Co-Rapper und Videograph Matthias Haberler (Maron), Krankenhauspfarrer und Community Lead Stephan Massolle und der Grafiker Manuel Unger.
„Freeman“ hat bereits drei Alben herausgebracht, ein viertes ist fertig. Das Repertoire besteht aus rund 40 Liedern. Die Texte schreiben Philipp und Elias. „Wir wollen damit junge Menschen zum Glauben bringen und ihnen zeigen, dass christliche Werte cool sein können und im Leben helfen.“
Frontman „Freeman“ setzt auf werteorientierte Musik und versucht, Brücken zu schlagen zwischen Kunst, Glaube und Gegenwart. Philipp arbeitet in der Kirche unter anderem mit Firmlingen zusammen und hält Rap-Workshops ab, in denen junge Leute lernen, Bibelstellen in ihre Sprache zu übersetzen.
Gruppe traf Papst Leo in Rom
Die Drehorte für die Videos sind der Stephansdom, der Salzburger Dom und die Sagrada Familia in Barcelona. Bisheriger Höhepunkt der Gruppe war ein Treffen mit Papst Leo XIV. am 29. April dieses Jahres im Rahmen der Generalaudienz, wo sie das Projekt „Rap‑Rosenkranz“ vorstellten.
Der „Rap‑Rosenkranz“ ist ein Musik‑ und Kunstprojekt, das das traditionelle Rosenkranzgebet in eine zeitgemäße Form übersetzt. Das Projekt richtet sich besonders an junge Menschen und verbindet moderne Musikkultur mit spiritueller Tradition.
Die Idee entwickelte sich während eines Aufenthalts im Wallfahrtsort Fatima und wurde anschließend gemeinsam mit Partnern aus dem kirchlichen Umfeld umgesetzt. Unterstützt wird das Projekt unter anderem von Erzbischof Franz Lackner, Bischof Stephan Turnovszky und Bischof Hermann Glettler, der die Gruppe nach Rom begleitete.
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