Vor dem WM-Knaller zwischen Österreich und Argentinien kreuzten Spieler beider Länder in Wien die Klingen. Rot-Weiß-Rot besiegte dabei die „Albiceleste“, die mit sieben Messis und einem Maradona antrat, mit 2:1 (2:0). Österreichs Teamchef Christoph Ebner lächelte: „Wir hoffen natürlich, dass wir ein Vorbild für die echten Stars sind.“
Organisiert hatte das „Länderspiel“ Miguel Lindner, Vorstandsmitglied der Österreichisch-Argentinischen Gesellschaft. Er war mit einem Dress von Diego Maradona auch als Torhüter der Mannschaft aufgestellt. Dazu kamen sieben Messis, wenn man nach den Namen auf den Dressen ging. Die Argentinier sorgten für Gänsehaut-Stimmung, als sie auf dem LAC-Platz im dritten Wiener Gemeindebezirk voller Emotion die Nationalhymne mitsangen.
Auch das Spiel war sehr emotional. Beide Teams schenkten sich nichts. Es gab rassige Zweikämpfe und auch das eine oder andere kleine verbale Scharmützel. Schiedsrichter Felix Ratcliffe, Generalsekretär der Österreichisch-Argentinischen Gesellschaft, kam aber ohne Karte aus.
Schiedsrichter mit wertvoller Münze
Die Wiener Schiedsrichter-Legende, die seit 35 Jahren pfeift (früher bis zur Regionalliga Ost, jetzt noch in der DSG), begeisterte mit einer 100 Pesos-Münze von der WM 1978 Gustavo Zlauvinen, der Argentiniens Botschafter in Österreich ist. Der Diplomat, dessen zwei Söhne auch mitspielten, sagte: „Diese Münze ist wertvoll, dafür könntest du gutes Geld bekommen.“ Antwort von Ratcliffe: „Sicher nicht, damit mache ich seit 35 Jahren den Münzwurf vor den Spielen. Sie ist ein kleiner Schatz für mich.“
Gute Organisation siegte über Emotion und Intensität
Besonders waren auch die beiden Tore für Österreich. Das 1:0 war ein starker Schuss, das 2:0 fiel nach einem schönen Spielzug. Aber auch der Anschlusstreffer in der zweiten Hälfte der Argentinier verdiente das Prädikat „sehenswert“. Botschafter Zlauvinen fasste die Partie so zusammen: „Argentinien spielte mit großer Emotion und sehr intensiv. Österreich war sehr gut organisiert, spielte taktisch und nutzte die Konter gut. Am Ende war es ein verdienter Sieg.“
Botschafter erwartet Montag ein interessantes Match
Zum WM-Hit am Montag sagt er: „Es wird ein enges Spiel. Ich erwarte Österreich sehr gut organisiert, mit einer starken Abwehr und einem starken Mittelfeld. Aber unser Teamchef Scaloni ist auch ein exzellenter Taktiker, ich erwarte ein interessantes Match.“
„Ich tippe am Montag auf ein 2:1 für Österreich“
Österreichs Teamchef Christoph Ebner, der viele Spieler aus der DSG (vor allem vom FC Panda) um sich versammelt hatte, lächelte: „Wir hoffen natürlich, dass wir mit diesem Ergebnis ein Vorbild für die wirklichen Stars sind.“ Sein Spieler Patrick nickte: „Ich tippe am Montag auf ein 2:1 für Österreich.“ Kollege Markus schloss sich an, während der Argentinier Jefferson auf ein 3:1 von Lionel Messi und Co. tippte.
„Der Fußball verbindet die Menschen“
Ein schönes Bild gab es zum Abschluss. Der Österreicher Markus und der Argentinier Jefferson riefen Arm ind Arm: „Gemma Österreich und Vamos Argentina.“ Botschafter Zlauvinen lächelte: „Der Fußball verbindet einfach die Menschen auf der ganzen Welt.“
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