Regen, Wind und Hagel

„Weiße Wand“: Über 50 Feuerwehreinsätze am Abend

Kärnten
21.06.2026 09:44
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Die hohe Luftfeuchtigkeit und Temperatur haben sich am Samstagnachmittag wieder in Gewittern in ganz Kärnten entladen. Bessonder stark war der Raum um Villach betroffen.

Am frühen Samstagnachmittag zeigte das Thermometer noch über 30 Grad – die Menschen suchten entweder das kühle Nass oder den Schatten. Doch wenige Stunden später bot sich ein anderes Bild – auch in der Draustadt. „Gegen 17 Uhr zog eine massive Unwetterfront über das Stadtgebiet von Villach“, berichtet Alexander Scharf, Zugskommandant der Hauptfeuerwache Villach, am Sonntag. „Binnen weniger Minuten hüllte eine regelrechte ,weiße Wand‘ die Stadt ein.“

Hagel, Regen, Wind
Die Gewitterzeller brachte nicht nur Hagel, sondern auch heftigen Regen und starken Wind mit sich – das richtete innerhalb kürzester Zeit erheblichen Schaden an. Von da an standen die Hauptfeuerwache und 13 weitere Wehren der Umgebung im Dauereinsatz. „Der Schwerpunkt des Unwetters konzentrierte sich auf Teile der Innenstadt sowie die Stadtteile Manhattan, Lind und Seebach“, so Scharf.

Ein Kanaldeckel wurde aufgeschwemmt.
Ein Kanaldeckel wurde aufgeschwemmt.(Bild: HFW Villach)
Viele Keller standen unter Wasser.
Viele Keller standen unter Wasser.(Bild: HFW Villach)

Zufahrten gesperrt
Das Gewitter war so verheerend, dass sogar Hauptzufahrtswege in die Stadt gesperrt werden mussten – Unterführungen waren geflutet, ein Kanaldeckel wurde aufgeschwemmt. In der Siedlung Manhattan waren nahezu alle Keller vollgelaufen. „Neben unzähligen überfluteten Kellern waren auch Geschäfte, Betriebsobjekte sowie die Villacher Rohrkaserne von den enormen Regenmengen betroffen“, erklärt Scharf.

Über 50 Einsätze
Die Hauptfeuerwache stand mit zwölf Fahrzeugen und 35 Einsatzkräften für gut vier Stunden im Dauereinsatz. Zusammen mit den anderen Wehren wurden so über 50 Einsätze absolviert – erst gegen 21 Uhr konnten sie wieder einrücken. „Die hervorragende Zusammenarbeit aller eingesetzten Feuerwehren sowie mit dem Leitstellenverbund Kärnten hat wesentlich dazu beigetragen, die zahlreichen Schadenslagen rasch und effizient abzuarbeiten“, dankt Scharf allen Beteiligten.

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