Hat sie aus ihrem gepachteten Lokal Inventar im Wert von rund 40.000 Euro heimlich verkauft? Eine Gastronomin aus Tirol musste sich wegen schweren Vorwürfen vor Gericht verantworten, beteuerte aber ihre Unschuld.
Zwischen Dezember 2024 und Juni 2025 soll die 32-Jährige Einrichtungsgegenstände ihrer Verpächterin im Wert von rund 40.000 Euro unerlaubt verkauft und Vermögen vor dem Insolvenzverwalter verheimlicht haben. „Ich bin unschuldig“, betonte die Angeklagte. Sie habe definitiv keine Gegenstände verkauft, vielmehr hätten mehrere Personen Zugang zum gepachteten Restaurant im Unterland gehabt. Auch Vermögen habe sie nicht verheimlicht. „Alles Relevante ist in die Insolvenzmasse geflossen.“
Niemand durfte wissen, dass etwas in diversen Räumen aufbewahrt wird.
Ein Zeuge vor Gericht
Geheime Räume und angeblicher Flohmarkt
Zeugenaussagen brachten wenig Klarheit. Während einer die Frau entlastete, berichtete ein anderer von einem Flohmarkt, bei dem Gegenstände verkauft worden seien, und von Räumen, deren Inhalt vor dem Masseverwalter verborgen werden sollte. Um welche geheimen Sachen es sich handelte, wusste der Mann aber nicht.
Diversion und Freispruch im Zweifel
Zum Vorwurf des unerlaubten Verkaufs nahm die Angeklagte eine Diversion an. Sie muss 2000 Euro Teilschadenersatz sowie 1000 Euro Geldbuße zahlen. Vom Vorwurf der Vermögensverheimlichung wurde sie mangels Beweisen freigesprochen.
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