Ein Mordverdächtiger (36) aus Nordmazedonien wurde rund drei Wochen nach der Festnahme am Salzburger Hauptbahnhof am Montag der deutschen Polizei übergeben. Er soll mit zwei weiteren Mittätern in Köln einen 93-Jährigen ausgeraubt und getötet haben. Deutsche Medien berichten von „Folter-Mord“ und einem „Asylskandal“.
Bajram K. (36) hat am Montag seine Zelle in der Pucher Justizanstalt verlassen. Der nordmazedonische Mordverdächtige wurde nach seiner Festnahme am Salzburger Hauptbahnhof jetzt offiziell den deutschen Behörden übergeben, bestätigte das Landesgericht. „Ich möchte alles aufklären“, hatte er laut „Krone“-Infos im Zuge der Haftverhandlung gesagt und einer Auslieferung an die Deutschen zugestimmt.
Opfer (93) in eigenem Wohnhaus überfallen
Wie berichtet, erwischten Salzburgs Beamte den per EU-Haftbefehl gesuchten 36-Jährigen am 19. Mai in einem Zug. Bis Montag saß er hierzulande in der sogenannten Übergabehaft. Bajram K. soll laut der Kölner Polizei mit zwei weiteren Tätern in der Nacht zum 3. Mai einen 93-Jährigen in dessen Wohnhaus im Stadtteil Neubrück brutal ausgeraubt und getötet haben.
Tatverdächtige offenbar illegal im Land
Deutsche Medien wie der Focus und der Kölner Stadt-Anzeiger berichteten über neue Entwicklungen in dem Mordfall – in den Berichten war von „Folter-Mord“ und einem „Asylskandal“ die Rede. Einerseits sollen die Täter besonders brutal vorgegangen, das Opfer sogar gefoltert haben, um Wertsachen zu erbeuten. Andererseits soll sich Bajram K. genauso wie ein tatverdächtiger Serbe (30) illegal in Deutschland aufgehalten haben. Den Medienberichten nach wurde der Nordmazedonier zweimal abgeschoben. Er kehrte immer wieder zurück.
Ähnlich wie der mutmaßliche Komplize: Bereits am 11. Mai konnte der 30-Jährige nach einer Verfolgungsjagd gefasst werden. Der Serbe saß offenbar bis Mitte April in einem Gefängnis in Mannheim, verließ danach das Land, um Tage später wieder illegal zurückzukommen. Und er soll auch hier in Österreich kriminell aufgefallen sein. Auch ein dritter Tatverdächtiger wurde gefasst.
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