Franz Josef Altenburg (1941 – 2021) war einer der bedeutendsten (Keramik-)Künstler Österreichs. Sein Wohn- und Arbeitsort im Hausruckviertel wird nun als Kunst- und Begegnungsort weitergeführt. Die Eröffnung findet am 13. Juni statt. Die Krone besuchte vorab die Werkstatt: Man hat das Gefühl, der Meister macht nur eine kurze Pause.
In Oberösterreich fast vergessen, in Paris gefragt: Im Herbst wird dort eine Ausstellung mit keramischen Objekten von Franz Josef Altenburg eröffnet.
Der gebürtige Bad Ischler hatte die Kunst der Keramik erneuert, sie vom „Gefäßtypus“ gelöst und in zweckfreie Werke verwandelt.
Er hat die Keramikkunst neu definiert
Seine Baukörper, Türme, Gerüste, Herrgottswinkel oder Blöcke gelten heute als besondere Ausformung der Minimal Art. Er entwickelte Monumentalität, obwohl seine Skulpturen gar nicht hoch waren. Zeit seines Lebens stellte er in großen Museen wie dem MAK Wien aus. Seit seinem Tod steht die Werkstatt, die sich in Breitenschützing, Bezirk Vöcklabruck, befindet, still.
Das soll sich nun ändern
„Wir wollen wieder Leben hierher bringen“, sagt Cäcilia Putschek. Gemeinsam mit ihren Schwestern Amalia Coutinho Altenburg und Elisabeth Altenburg baut sie den einstigen Wohn- und Arbeitsort des Vaters zu einem offenen Treffpunkt für Kunst, Vermittlung und Begegnung um.
Schauen, lesen, werken
Die jungen Architektinnen Batja Ferch und Julia Kley haben dafür ein schlichtes Raumdesign entwickelt, das die Klarheit der Objekte Altenburgs dezent spiegelt, aber nie stört.
Ein Schaulager lässt zentrale Werke Revue passieren, ein Archiv mit einer Bibliothek steht der Forschung offen. „In der Werkstatt, die wir so belassen haben, gibt es außerdem sechs bis acht Arbeitsplätze“, sagt Putschek. „Wir wollen hier Workshops für Erwachsene und Kinder durchführen.“ Längerfristig sollen auch Künstlerresidenzen möglich werden.
Am Samstag, 13. Juni, wird nun „Asperding 1 – Schauraum und Archiv Altenburg“ offiziell eröffnet. Auch am Sonntag, 14. Juni, steht das Haus offen und es gibt Führungen. Bis Oktober kann der neue Kunsttreffpunkt an bestimmten Wochenenden besichtigt werden, auch die ersten Workshops sind schon geplant.
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