Radfahrer in Not

Fataler Sturz: Rettung wurde zu Herkulesaufgabe

Kärnten
05.06.2026 06:37
Porträt von Kärntner Krone
Von Kärntner Krone

Zu einer aufwendigen Rettungsaktion am Südufer des Millstätter Sees (Kärnten) wurden am Donnerstagabend gegen 20.20 Uhr mehrere Einsatzkräfte alarmiert. Ein Radfahrer (60) war mit seinem Mountainbike im Wald gestürzt. Der Einsatz gestaltete sich aufgrund des unwegsamen Geländes äußerst schwierig.

Der 60-Jährige aus Deutschland war alleine mit seinem Mountainbike auf dem Wanderweg unterwegs, als er aus bisher unbekannter Ursache stürzte. „Das Gelände dort war stark verwurzelt und nass“, berichtet die Landespolizeidirektion. Außerdem war der Mann unerlaubterweise mit dem Fahrrad dort unterwegs, denn der Slow Trail ist normalerweise ein Wanderweg. 

Stürzte sechs Meter über steiles Gelände
„Als der Deutsche zu Sturz kam, fiel er sechs Meter über nahezu senkrecht abfallendes und steiniges Gelände in Richtung Ufer des Millstätter Sees. Dort kam er dann schwer verletzt ungefähr zwei Meter vor dem Wasser zum Liegen“, berichten die Einsatzkräfte. Er schaffte es selbstständig, die Rettungskräfte zu alarmieren.

Herausfordernde Rettungsaktion
Daraufhin machten sich die Polizeibeamten der Inspektion Spittal an der Drau zu dem Verunfallten auf und konnten ihn schließlich in dem unwegsamen Gelände finden. Aufgrund dieser Gegebenheiten wurde auch die Bergrettung alarmiert. Und weil der Hubschrauber (RK 1) in dem Wald nicht landen konnte, musste der Notarzt in das Boot der FF Millstatt abgeseilt werden. Mit diesem erreichte er schließlich den Verletzten. 

Der Verletzte wurde über den See zum Strandbad Millstatt gebracht. Von dort aus ging es weiter ...
Der Verletzte wurde über den See zum Strandbad Millstatt gebracht. Von dort aus ging es weiter mit dem Rettungshubschrauber.(Bild: FF Millstatt)
Da der Hubschrauber am Südufer des Sees nicht landen konnte, wurde der Notarzt in das Boot der ...
Da der Hubschrauber am Südufer des Sees nicht landen konnte, wurde der Notarzt in das Boot der FF Millstatt abgeseilt. Von dort aus ging es weiter zum Unfallort.(Bild: FF Millstatt)
Die Einsatzkräfte beim Strandbad Millstatt.
Die Einsatzkräfte beim Strandbad Millstatt.(Bild: FF Millstatt)

Weg musste freigeschnitten werden
Während der Notarzt den Verunfallten versorgte, musste die Bergrettung mittels Motorsäge einen Weg zum Ufer freischneiden. „Ansonsten hätten wir den Mann wegen des unwegsamen Geländes nicht zum Ufer tragen können“, so die Bergrettung. Schließlich wurde der Verunglückte mit einer Schaufeltrage zum Boot der FF Millstatt gebracht. Von da aus ging es weiter zum Strandbad Millstatt, wo er in den Hubschrauber umgeladen wurde und schließlich in das Klinikum Klagenfurt gebracht werden konnte.

Im Einsatz der herausfordernden Rettungsaktion standen ein Alpinpolizist, die Bergrettung Spittal an der Drau mit zehn Mann, die FF Seeboden und Millstatt und zwei Boote. Außerdem musste die Rettung Spittal mit drei Sanitätern und das Team des Notarzthubschraubers RK 1 ausrücken.

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