Aus Ideen sollen Projekte werden: Mit der digitalen Plattform „WeLocally“ will das Land Tirol Leerstände nutzen, neuen Schwung in Orte bringen und lokale Akteurinnen sowie Akteure vernetzen.
Leerstehende Geschäftslokale, fehlende Treffpunkte und schwindende Ortszentren sind in vielen Gemeinden ein Thema. Die Geschäftsstelle für Dorferneuerung des Landes Tirol setzt deshalb auf digitale Unterstützung: Die Plattform WeLocally soll Vereine, Unternehmen, Kulturschaffende und engagierte Bürger vernetzen und neue Projekte ermöglichen.
Wer lokal etwas auf die Beine stellt, sollte viel Rückenwind bekommen. Dass das Land WeLocally in drei weitere Bezirke bringt, freut uns sehr.
Gründerin Mirjam Mieschendahl
Gute Erfahrungen aus der Landeshauptstadt
Das Konzept hat sich bereits in Innsbruck bewährt. Mehr als 150.000 Euro wurden über Crowdfunding-Kampagnen für lokale Vorhaben gesammelt. So erhielt etwa die gemeinnützige Kunst- und Architekturwerkstatt „Bilding“ statt der benötigten 7500 Euro am Ende sogar 12.900 Euro für ein Buchprojekt. Auch die Kreativwerkstatt s’gelbe Eck, die Sauerteigland-Bäckerei und der Kulturbauernhof Pembau konnten Unterstützer gewinnen.
Nun kommt das Modell auch in die Bezirke Innsbruck-Land, Kufstein und Kitzbühel. Gemeinden, Vereine und Privatpersonen können auf der Plattform Veranstaltungen, Projekte oder freie Räume präsentieren, Mitstreiter suchen oder Finanzierungsmöglichkeiten nutzen. Die Idee dahinter: Wer sichtbar wird, findet leichter Unterstützung.
„WeLocally stellt dafür einen kostenlosen Werkzeugkasten bereit – von Crowdfunding über das Teilen von Gewerbeflächen bis hin zum digitalen Schaufenster, Eventfunktionalitäten und einem Marktplatz für Kooperationen“, betont Gründerin Mirjam Mieschendahl.
Sie bietet Interessierten am 25. Juni einen kostenlosen Online-Workshop zum Thema Crowdfunding an und erklärt, wie aus einer Idee ein erfolgreich finanziertes Projekt werden kann.
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