Wichtig für Wirtschaft

Exporte: „Nicht warten, sondern jetzt handeln“

Kärnten
01.06.2026 18:00

Auch die Kärntner Exporte leiden unter der schwierigen Wirtschaftslage und den Abhängigkeiten, die sich über die Jahre gebildet haben. Firmen müssen daher neue Märkte finden, um zu bestehen.

Konflikte im Nahen Osten und der Ukraine-Krieg führen zu Spannungen in der geopolitischen Lage – das schlägt sich auch in der Weltwirtschaft nieder. Der Präsident der Wirtschaftskammer Kärnten (WK), Jürgen Mandl, schaut den momentanen Entwicklungen – auch wachsenden Handelsbarrieren – trübe entgegen.

Wilhelmer, Kircher-Schneider, Mandl (v.l.) beim Exporttag
Wilhelmer, Kircher-Schneider, Mandl (v.l.) beim Exporttag(Bild: Felix Justich)

60 Prozent der Bruttowertschöpfung
„Einerseits gibt es große Abhängigkeiten zu Märkten wie China, den USA oder Deutschland“, erklärt Mandl. „Andererseits stellt sich die Frage: Wo darf ich überhaupt noch hinliefern?“ Mit 60 Prozent der Bruttowertschöpfung sind Exporte für die Kärntner Wirtschaft ausschlaggebend. „Deswegen kann der Zusammenbruch der internationalen Liefer- und Wertschöpfungsketten zu ernsthaften Problemen führen“, so Mandl. „Wir müssen uns gegen diese Risiken absichern, neue Märkte finden.“

Zitat Icon

Die ersten Monate 2026 waren stagnierend. Vielleicht gelingt bis zum Jahresende ein Ausgleich.

Jürgen Mandl, Präsident Wirtschaftskammer Kärnten

Um die Kärntner Firmen in dieser schwierigen Situation zu unterstützen, wurde auch heuer der Exporttag veranstaltet – langjähriger Partner ist die Raiffeisen Landesbank Kärnten. „Die Zukunft gehört jenen, die nicht auf bessere Rahmenbedingungen warten, sondern jetzt handeln“, appelliert Vorstandssprecher Manfred Wilhelmer. „Die 2800 exportorientierten Unternehmen schaffen so 70.000 Arbeitsplätze.“

Zitat Icon

Exporte bringen Wachstum und Innovation. Es geht aber auch um unsere Versorgungssicherheit.

Manfred Wilhelmer, Vorstandssprecher Raiffeisen Landesbank Kärnten

Chancen durch Abkommen
Eine positive Entwicklung sehen die Experten bei Handelsabkommen – besonders mit Kanada oder den Mercosur-Staaten. „Nach Kanada sind die Exporte zwischen 2016 und 2023 um 70 Prozent gestiegen. Bei Mercosur beginnt die Entwicklung langsam“, so Mandl. „Aber wir müssen auch unsere Hausaufgaben machen: bei Energie, Bürokratie und Demografie.“

Beim Exporttag selbst ging es aber um ganz konkrete Fragen wie: „Wie kann ich wachsen?“ Dafür standen den gut 300 Gästen Experten der Wirtschaftskammer zur Verfügung. „Wir wollen verschiedene Wege aufzeigen. Firmen sollen es wagen, international aktiv zu sein“, ermutigt Hemma Kircher-Schneider, WK Kärnten, Kärntner Firmen.

Katharina Schrinko/Felix Justich

Loading...
00:00 / 00:00
Abspielen
Schließen
Aufklappen
kein Artikelbild
Loading...
Vorige 10 Sekunden
Zum Vorigen Wechseln
Abspielen
Zum Nächsten Wechseln
Nächste 10 Sekunden
00:00
00:00
1.0x Geschwindigkeit
Loading
Kommentare Banner - Die Stimme Österreichs

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.

Hinweis in eigener Sache: Das krone.at-Forum präsentiert sich ab sofort in neuem Design! Wir freuen uns über konstruktives Feedback. Damit die Diskussionen in den Kommentarbereichen beim jeweiligen Thema bleiben, können Sie uns Rückmeldungen hier hinterlassen.

krone.tv

Top 3
Kostenlose Spiele
Vorteilswelt

Magazine der Kronen Zeitung