Gesundheitsdebatte

„Verunsicherte Patienten warten im Burgenland“

Burgenland
01.06.2026 05:30

Dabei habe Graz Kapazitäten, rasche Behandlungen durchzuführen, sagt der steirische ÖVP-Gesundheitslandesrat Kornhäusl: „Gastpatienten sind bei uns jederzeit willkommen.“

Laut ÖVP-Landesparteiobmann Christoph Zarits sei der Vorhalt, dass Burgenländer in steirischen Spitälern auf Wartelisten landen würden, haltlos. „Das stimmt nachweislich nicht und gefährdet die sachliche Zusammenarbeit zwischen den Bundesländern.“

 Unterstützung bekommt Zarits vom Parteikollegen Karlheinz Kornhäusl, der in der Steiermark für Gesundheitsagenden zuständig ist. „Es wurden am Universitätsklinikum Graz keine Patienten aus dem Burgenland abgewiesen. Im Gegenteil. Unsere Spitäler leisten tagtäglich Spitzenmedizin und selbstverständlich behandeln wir auch jederzeit Patienten aus anderen Bundesländern.“

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Wer der Bevölkerung einredet, Burgenländer landen in steirischen Spitälern auf Wartelisten, der verspielt Vertrauen.

Christoph Zarits, ÖVP-Landesparteiobmann Burgenland

Kornhäusl bezieht sich auch auf das Thema Herzchirurgie. „Das Universitätsklinikum Graz hat für das Südburgenland den gesetzlichen Versorgungsauftrag und kommt diesem vollumfänglich nach.“ Aber: „Seit Monaten werden von den burgenländischen Spitälern kaum Patienten nach Graz zugewiesen.“ Hieße konkret: Die müssten daheim auf einen Termin in einem burgenländischen Spital warten. Aktuell befände sich kein einziger Patient aus dem Burgenland auf der Warteliste. Aber: „Allein im April konnte vier Patienten aus dem Burgenland durch die beherzte Hilfe des Teams der Uniklinik Graz das Leben gerettet werden“, sagt Kornhäusl.

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Bei uns wird jeder Mensch gleich behandelt. Die Postleitzahl darf nicht über die medizinische Versorgung entscheiden.

Karlheinz Kornhäusl, ÖVP-Gesundheitslandesrat Steiermark

Für Zarits dürfe Gesundheitsversorgung nicht an Landesgrenzen enden. „Entscheidend ist, dass Menschen schnell die beste medizinische Versorgung bekommen, ohne politische Verunsicherung und unnötige Debatten.“ Man habe in Österreich ein sehr komplexes Gesundheitssystem. „Daher braucht es Kooperation und Zusammenhalt. Landeshauptmann Doskozil zerschlägt hier leider viel Porzellan und gefährdet die Versorgung aller, wenn er das Burgenland weiterhin von jeglicher Kooperation abkapseln und isolieren will“, sagt Zarits. „Die Leidtragenden sind immer die Patienten.“

Der ÖVP-Landesparteiobmann fordert Hans Peter Doskozil auf, „rasch Gespräche mit der Steiermark und Wien“ aufzunehmen. Denn: „Diese Politik der Abschottung und Abkapselung bringt keinem was.“

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