Salzburger Liga

Straßwalchen eröffnet den Titelkampf neu

Salzburg
29.05.2026 23:00

Die Sorgenkinder der Salzburger Liga standen zum Start der 27. Runde unter Zugzwang. Doch am Ende des Tages mit sechs Spielen lag der Fokus auf dem Spitzenduo. Denn während Grödig erstmals seit Oktober verlor, verkürzte Hallein den Rückstand dank eines 6:2-Bestschießens gegen Bramberg auf zwei Zähler.

Stolze 15 Mal in Folge hatte Salzburger Liga-Spitzenreiter Grödig nicht mehr verloren, in dieser Zeit nur gegen Verfolger Hallein (2:2) nicht gewonnen. In Straßwalchen riss nun diese Serie. Weil Chudoba einen Rückpass abfing und den Keeper umkurvte (22.), ging es mit 1:0 in die Kabine. Danach erhöhte Bichler mittels direkter Ecke ins lange Eck auf 2:0 (55.), stellte Chudoba nach Forthuber-Solo im Umschaltspiel und Querpass auf 3:0 (60.). Die Antwort der Gäste: Lazarevic verkürzte im Nachsetzen (68.). Dabei blieb es aber.

„Wir hatten angesichts unseres Kaders nur wenig Hoffnung, aber am Ende des Tages haben wir es uns verdient“, strahlte Sportchef Max Chudoba. Grödig-Trainer Arsim Deliu zog den Hut: „Gratulation! Sie haben das super gemacht. Wir haben uns absolut nix verdient heute.“ Bitter: Topscorer Hölzl verletzte sich im Training, sah nur zu. Völkl fiel mit Schenkelblessur früh aus.

Ayetigbo-Gala sicherte Hallein-Sieg
Indes ging Hallein durch zwei durchaus strittige Foulelfmeter von Huremovic und Ayetigbo gegen Bramberg in Führung. Die Wildkogler kamen dank Ivanovic und Rangetiner, der einen verlängerten weiten Ball direkt übernahm, zum Ausgleich. Ehe die Ayetigbo-Festspiele folgten. Der Offensivmann stellte keine Minute nach dem Ausgleich nach einem Diagonalball auf 3:2, erhöhte nach sehenswertem Alleingang samt Pirouette auf 4:2 und erzwang mittels Querpass ein Rajic-Eigentor zum 5:2 – alles binnen fünf Minuten. Als Reichel eine nicht geklärte Flanke per Dropkick in die Maschen drosch (65.), war das Spiel entschieden. „Eine Topleistung“, war Sportchef David König zufrieden. „Vielleicht geht es in den letzten Runden ja noch um was“, meinte er mit Blick auf die Tabelle.

Anthering ging unter, Thalgau und Schwarzach fast gerettet
Im Kampf gegen den Relegationsplatz kam Anthering (wegen Personalsorgen saß gar Coach Lüftenegger als Ersatz auf der Bank) in Siezenheim unter die Räder – 1:5. Erst verlängerte Högler einen Einwurf per Kopf ins eigene Netz, flog dann wegen Notbremse vom Feld. Nach der Pause machte Siezenheim alles klar. „Wir haben dem Gegner nie den Eindruck gegeben, dass heute nichts geht, das müssen wir uns ankreiden. Es war ein glanzloser Sieg. Zufrieden darf man aber nach einem 5:1 dann doch sein“, befand Betreuer Felix Auinger.

Mit Anthering punktgleiche Pucher gastierten derweil in Neumarkt. Als eine Rückgabe per Kopf zu kurz geriet, verwertete Grasegger ins leere Tor – 0:1 (15.). Doch die Wallerseer schlugen effizient zurück. Praktisch mit dem ersten Abschluss brachte Sadeqi eine verlängerte Freistoßflanke im Netz unter (31.). „Kein gutes Spiel“, meinten Neumarkt-Obmann Michael Thalhammer und Puch-Coach Patrick Schober unisono.

Parallel empfing Schwarzach zuletzt deutlich erstarkte Eugendorfer. Der Landescup-Finalist geriet dabei früh in Rückstand, ließ sich sowohl von einem 0:2, einem 1:3 und schließlich einem 2:4-Rückstand nicht beirren. Denn Peer traf von außerhalb der Box flach ins Eck (88.) und Offenbacher glich mit der letzten Aktion per Freistoß aus (95.). „Schade. Mit einem Sieg wären wir gerettet gewesen. Aber die Mannschaft hat mutig gespielt“, resümierte Hausherren-Coach Mario Krimbacher.

Auf Traumtor nach Sturz wohl Hand gebrochen
Im Duell der Relegationskandidaten mit Vorsprung auf Anif gelang Thalgau auch ohne Regisseur Mrkonjic das Führungstor gegen Henndorf, als Wörndl aus 25 Metern ins Kabinett traf (25.). Das 2:0 folgte durch einen Löw-Foulelfer. Es blieb aber spannend, weil Osagie nach Corner der Anschluss gelang (81.). Wermutstropfen für Thalgau: Bei einem Sturz in die Zuschauer brach sich just Torschütze Wörndl wohl den Arm. „Er muss sich untersuchen lassen. Es war ein rassiges Derby, ein hartes Spiel und ein richtiger Schritt in die richtige Richtung für uns“, befand Thalgau-Boss Stefan Eiterer.

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