EU-Länder haben im ersten Quartal 30,4 Prozent weniger Waren in die USA exportiert als im Vorjahreszeitraum. Dennoch blieben die USA mit einem Anteil von 18,6 Prozent an allen Exporten das wichtigste Exportziel der EU – dem Zollstreit zum Trotz, wie aus Zahlen des Statistikamtes Eurostat hervorgeht. Den Angaben zufolge exportierte die EU im Zeitraum zwischen Jänner und März dieses Jahres Waren im Wert von 119,4 Milliarden Euro in die USA.
Auch die Exporte in andere Länder sanken. So wurden 8,2 Prozent weniger in die Türkei und 7,9 Prozent weniger nach China exportiert. Insgesamt exportierte die EU Waren im Wert von 640,5 Mrd. Euro an Nicht-EU-Länder. Im Vergleich zum Vorjahresquartal gingen die Exporte demnach um 8,8 Prozent zurück.
Großbritannien zweitwichtigster Handelspartner
Mit einem Anteil von 13,8 Prozent und exportierten Waren im Wert von 88,7 Mrd. Euro war Großbritannien nach den USA der zweitwichtigste Exportpartner der EU. Darauf folgten die Schweiz, China und die Türkei.
Auch Importe nahmen ab
Nicht nur die Exporte, auch die Importe nahmen im ersten Jahresquartal ab. Waren im Wert von 627,8 Mrd. Euro wurden eingeführt (minus 3,3 Prozent). Aus der Türkei nahmen die Einfuhren um 7,5 Prozent, aus den USA um 5,7 Prozent und aus Großbritannien um 3,4 Prozent ab.
Mit einem Anteil von 23,1 Prozent aller Importe war China mit 145,3 Milliarden der wichtigste Lieferant der EU. Darauf folgten die USA, Großbritannien, die Schweiz und die Türkei.
Zollstreit zwischen der EU und USA
Zwischen den USA und der Europäischen Union schwelt seit mehr als einem Jahr ein Zollstreit. US-Präsident Donald Trump drohte der EU mit Strafzöllen. Um einen Handelskrieg abzuwenden, ließ sich die EU im vergangenen Sommer auf ein umstrittenes Zollabkommen ein. Erst vergangene Woche machten EU-Vertreter den Weg für dessen vollständige Umsetzung frei.
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