Wer heuer in Burgenlands Schwimmbädern Abkühlung sucht, der darf beim Blick auf die Eintrittspreise nicht ins Schwitzen geraten. Denn einige Gemeinden mussten kräftig an der Preisschraube drehen. Ein Überblick.
Von außen locken türkisblaues Wasser, Pommesduft und Urlaubsfeeling, doch hinter den Kulissen kämpfen Burgenlands Freibäder mit steigenden Kosten für Energie, Personal, Wasser und Sanierungen. Das setzt die Gemeinden zusätzlich unter Druck und hat nun auch Auswirkungen auf die Eintrittspreise in den Bädern.
Preissteigerung um 50 Prozent
Besonders teuer badet man heuer im Freibad Jennersdorf. Der Tageseintritt für Erwachsene stieg hier von sieben auf acht Euro. Für eine Saisonkarte zahlen Erwachsene sogar 105 statt bisher 70 Euro – um gesalzene 35 Euro mehr als noch vor einem Jahr. Kinderkarten stiegen von 45 auf 68 Euro. Die Familienkarte ist sogar um 73 Euro teurer geworden. 2025 kostete diese 145 Euro, jetzt 218 Euro. Das entspricht einer Preissteigerung von plus 50 Prozent!
Auch Jugendliche und Lehrlinge müssen tiefer in die Tasche greifen: Statt 53 Euro müssen sie 80 Euro berappen. Jennersdorfs Bürgermeister Reinhard Deutsch begründet diese üppigen Preiserhöhungen mit den gestiegenen Energie- und Personalkosten: „Ein Schwimmbad ist wirtschaftlich immer ein Minusgeschäft. Trotzdem wollen wir den Besuchern weiterhin moderne Freizeitangebote bieten.“
Investitionen als Preistreiber
Im Erlebnisbad Lockenhaus wurden die Preise ebenfalls angepasst – erstmals seit 20 Jahren. Erwachsene zahlen nun sieben statt fünf Euro, Jugendliche fünf statt drei Euro. Der Preis für eine Saisonkarte für Erwachsene stieg von 50 auf 70 Euro. Bürgermeister Michael Kefeder: „Wir haben in neue Spinde, moderne Umkleiden, digitale Zahlungsmöglichkeiten und einen neuen Kantinenbetreiber investiert. Deshalb kostet es jetzt bisschen mehr.“
Auch im Freibad Deutschkreutz zahlen Erwachsene für eine Saisonkarte nun 90 statt 70 Euro. Jugendliche und Senioren müssen um zehn Euro mehr hinblättern.
Hier badet es sich günstiger
Die meisten Freibäder haben ihre Preise zum Glück nur im Rahmen der üblichen Indexanpassung erhöht. Sie liegt bei drei bis sechs Prozent. Ein Beispiel: das Aquasplash Gols. Hier kostet die Saisonkarte 76 Euro. Im Waldbad Neutal fiel die Anpassung noch geringer aus. Der Eintritt für Erwachsene stieg um 50 Cent auf 6,50 Euro, die Saisonkarte von 55 auf 58 Euro – und das, obwohl gleichzeitig in Qualität, einen neuen Kantinenpächter und Events wie das Nachtbaden investiert wird.
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