Drama, Baby! Die Sorgenkinder der Landesliga Siegendorf, Klingenbach und Horitschon biegen punktegleich ins Finish ein. Ostliga-Absteiger ASV Siegendorf mit „Rucksack“.
Während oben längst alles entschieden ist – es nur noch „um des Kaisers Bart“ geht – spitzt sich der Abstiegskampf in der Fußball-Landesliga dramatisch zu. Zwei Runden vor Schluss wird es noch einmal richtig heiß. Drei Traditionsvereine, allesamt 30 Punkte und ein rettender Platz – mehr Spannung geht kaum! Siegendorf, Horitschon und Klingenbach kämpfen ums pure Überleben. Besonders bitter: In den vergangenen neun Saisonen hätte diese Punktzahl bereits zum Klassenerhalt gereicht. Heuer ist aber alles anders! Die „Krone“ analysierte die Ausgangslage.
Lästigstes „Sternchen“
Den schwersten „Rucksack“ trägt wohl Siegendorf ins Finish. Denn den ASV plagt ein lästiges „Sternchen“, das den Klub bei Punktegleichheit zurückreiht. Der Hintergrund: In der Hinrunde setzte man einen Spieler unerlaubterweise ein. Die Folge waren eine Niederlage am grünen Tisch – und ein bitterer Zusatzballast im Keller. Heute wartet mit Horitschon der heiße Abstiegsfight. Verlieren Verboten für beide Klubs, sonst ist der Abstieg besiegelt. „Wir sind es gewohnt, unter Druck zu stehen“, sagt Spielertrainer Dominik Wydra. „Wir sind noch motivierter, es allen zu zeigen.“ Ein gutes Omen für die „Britve“: Daheim ist man 2026 noch unbesiegt.
Kurioses Tormann-Tor
Auch für Horitschon heißt es heute: siegen oder fliegen! „Wir müssen 110 Prozent auf den Platz bringen, anders wird es nicht gehen. Wir haben das bessere Kollektiv, werden deswegen als Sieger vom Feld gehen“, verspricht Sportleiter Lukas Poglitsch. Besonders kurios: In der Vorwoche gelang – auch dank eines Tormann-Tors von Zsolt Ratkai aus dem eigenen Strafraum – ein Arbeitssieg. Selbst wenn heute kein Dreier gelingt, bleibt eine (theoretische) Restchance.
Vom Jäger zum Gejagten
In Klingenbach sieht die Welt im Vergleich zur Vorwoche plötzlich deutlich freundlicher aus. Aus dem Jäger wurde der Gejagte. Von den drei Abstiegskandidaten hat der ASKÖ die besten Karten – mit einem Ass im Ärmel. Stütze Antonio Vidovic kehrte zuletzt in die Startelf zurück – erzielte gleich das Gold-Tor. Mit Fixabsteiger Jennersdorf wartet zwar ein Pflichtdreier, aber: „Es wird eine der schwersten Partien. Wir müssen siegen, sie wollen sich gebührend verabschieden“, weiß Coach Thomas Klemenschitz. „Wir wollen unbedingt gewinnen. Auch wenn’s ein dreckiger Sieg wird.“
Damit ist zwei Runden vor Schluss alles angerichtet für ein heißes Abstiegsfinale – mehr Drama geht kaum. Jetzt entscheiden die Nerven und der pure Überlebenswille. Denn klar ist: Einer jubelt am Ende. Und Zwei Traditionsklubs müssen den bitteren Gang in die 2. Liga antreten...
Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung. Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.
User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB). Hier können Sie das Community-Team via unserer Melde- und Abhilfestelle kontaktieren.