Frau überwies zweimal:

Misstrauen der Bank war Pensionistin komplett egal

Niederösterreich
28.05.2026 16:00

Das Geldinstitut holte Tausende Euro von einem niederländischen Konto zurück. Der Betrüger blieb aber hartnäckig und verleitete das Opfer dazu, auf ein Inlandskonto denselben Betrag zu überweisen. Und dann übermittelte die 74-jährige Waldviertlerin auch noch Apple-Gutscheinkarten, bis sie den Fall dann doch anzeigte.

Besonders hartnäckig zeigte sich ein Betrugsopfer (74) im Bezirk Horn, das zuerst über Facebook und später via Whatsapp von einem „Arzt“ kontaktiert wurde, der angeblich für die UNO im Ausland tätig sei. Um 29.000 Euro müsse er sich aus dem Einsatz „freikaufen“, schilderte der Täter, und dass er einen achtjährigen Sohn habe, der im Internat untergebracht sei.

Dann drohte der Unbekannte der Pensionistin sogar: „Du wirst es bereuen, wenn du mir nicht hilfst und meinem Sohn etwas zustoßen sollte!“ Fortlaufend wurde die Einflussnahme des Betrügers auf die 74-Jährige größer, bis diese schließlich 8700 Euro auf ein niederländisches Konto überwies. Weil die Zentralbank einen Betrugsverdacht ortete, wickelte sie eine Rücküberweisung ab.

Betrüger ließ nicht locker
Der Kriminelle ließ sich dadurch mit seiner Betrugsmasche aber nicht stoppen: Er übermittelte der Frau eine neue Bankverbindung eines österreichischen Kontos und konnte sie tatsächlich auch davon überzeugen, erneut den Betrag in Höhe von 8700 Euro zu überweisen.

Dann überredete der Täter die Frau auch noch, weitere 300 Euro in Form von Apple-Gutscheinkarten zu übermitteln. In der Zeit von 8. April bis zum 25. Mai entstand so ein Schaden von 9000 Euro.

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