Gewaltige Blechlawinen rollten über das lange Pfingstwochenende wieder durch Tirol – insbesondere am Samstag und vorwiegend in Richtung Süden. Die Polizei zog am Dienstag eine Verkehrsbilanz. Und diese ist ernüchternd! Es wurden mehr Unfälle, Alkolenker und Geschwindigkeitsdelikte verzeichnet als im Vorjahr. Einziger Lichtblick: Es gab keine Todesopfer!
Es war wieder einmal viel Geduld gefragt auf Tirols Straßen – vor allem am Pfingstsamstag ging es auf den Hauptverkehrsrouten teilweise nur sehr schleppend voran. Stau-Hotspots waren die Fernpassstraße (B179), Brennerstraße (B182) und Seefelder Straße (B177) sowie die A12 Inntal- und folglich die A13 Brennerautobahn in Richtung Italien.
„Stauflüchtlinge“ sorgten für Stau
Bis Bozen wurden am Samstagvormittag bis zu zwei Stunden Zeitverlust gemeldet. So manch ein Autofahrer wusste es „besser“, wollte den Stau auf der Autobahn umfahren und auf das niederrangige Straßennetz ausweichen. Doch es galten freilich die Abfahrverbote – „Stauflüchtlinge“ sorgten etwa bei Innsbruck-Mitte für Chaos, wurden von der Polizei nach der Abfahrt gleich wieder auf die Autobahn zurückgeschickt.
Am Pfingstsonntag herrschte neuerlich sehr dichter Reiseverkehr mit kurzzeitigen Behinderungen – etwa auf der A13 und der B179. Der Pfingstmontag sei aufgrund des schönen Wetters durch Ausflugsverkehr geprägt gewesen. Gröbere Behinderungen bei der Rückreise aus Italien gab es indes nicht, berichtete die Tiroler Polizei.
Mehr Unfälle mit Verletzten
Von Freitag bis inklusive Pfingstmontag ereigneten sich auf Tirols Straßen leider mehr Verkehrsunfälle als im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Unterm Strich waren es 81 Unfälle mit Personenschaden (2025: 53). Dabei gab es 92 Verletzte zu beklagen (2025: 65). Es gab wie im Vorjahr keine Toten.
„Bei den von der Polizei bearbeiteten Verkehrsunfällen waren die Hauptunfallursachen einmal mehr nicht angepasste Geschwindigkeit, Vorrangverletzungen, Unachtsamkeit sowie Drogen- bzw. Alkoholkonsum“, heißt es vonseiten der Landesverkehrsabteilung.
Wie im Vorfeld angekündigt, führte die Polizei am verlängerten Wochenende auch strenge Kontrollen durch. So wurden zu Pfingsten wieder an die 3000 Alkoholtests durchgeführt. Dabei wurden insgesamt 75 Drogen- bzw. Alkohol-Delikte (2025: 57) im Straßenverkehr festgestellt und in 32 Fällen wurde der Führerschein (2025: 22) abgenommen.
Ein besonderes Augenmerk sei auch auf den Motorrad- und Mopedverkehr gerichtet worden. „Es wurden heuer 5574 Geschwindigkeitsdelikte (2025: 4962) festgestellt“, so die Polizei abschließend.
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