Schülerinnen berichten

„Familie und Freunde sind besonders wichtig“

Salzburg
25.05.2026 08:30

Wie geht es Salzburgs Mädchen? Was bewegt sie? Was sind ihre Pläne?  Die „Krone“ sprach mit vier Schülerinnen des St. Johanner Elisabethinums über Gleichberechtigung, K.o.-Tropfen und wie schwer es ihnen fällt, aufs Handy zu verzichten. 

Ausgerechnet bei ausgedruckten Fotos, am besten noch solche aus einer alten Kamera, geraten zwei 17-Jährige ins Schwärmen. „Ich bin froh, dass ich so früh geboren bin und es die noch von mir gibt“, sagt Anna-Lisa und Sophia stimmt ihr zu. Das klingt ungewöhnlich für eine Generation, die mit Smartphones aufwächst.

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Mir ist der persönliche Kontakt lieber als über Social Media. Das ist ganz etwas anderes. 

Anna-Lisa, 17

 Lea (16) findet es „schon arg“, wie oft sie auf ihr Handy schaut und wie abhängig sie davon sei. Anna-Lisa kann beispielsweise gar nicht mehr einschätzen, ob es ihr ohne Social Media vielleicht sogar besser gehen würde: „Wir haben ja gar keinen Vergleich.“ Los kommen sie von ihren Handys nicht, sagen alle vier Schülerinnen des Elisabethinums etwas zähneknirschend.

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Mädchen wird gesagt, sie müssen eben aufpassen. Buben haben es leichter, denen sagt keiner so was. 

Lea, 16

Ein Nachgeschmack hat für sie auch das Thema Gleichberechtigung. Es ist nicht so, dass sie sich ständig darüber empören. Den vier Mädchen liegt neben Freunden sehr viel an der Familie. Später wollen sie alle mal eine eigene gründen. Dennoch legen sie Wert auf Unabhängigkeit und eine gute Ausbildung. Eigentlich ist der Grundstein für gleiche Chancen gelegt, oder? Dass Mädchen und Buben trotzdem oft unterschiedlich behandelt werden, läuft halt so im Hintergrund mit, so erleben sie das meist.

 

Lea findet, dass Buben es teils leichter haben: „Es schreit ja kein Mädel einem Buben hinterher oder haut ihnen auf den Hintern.“ Solche Grenzüberschreitungen haben die Mädchen teils erlebt. Aber sie erfahren auch schlicht, dass sie anders behandelt werden. Zum Beispiel, wenn es ums Weggehen geht: Mädchen werden gewarnt vor Gefahren, Buben nicht.

Die vier Mädchen besuchen das Elisabethinum in St. Johann. Sie haben schon Pläne für danach.
Die vier Mädchen besuchen das Elisabethinum in St. Johann. Sie haben schon Pläne für danach.(Bild: Markus Tschepp)
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Meine Familie und ich schauen gar keine Nachrichten, weil so viel Schlimmes passiert. 

Matilde, 17

Etwa ihr Glas auf Partys nicht aus dem Auge zu lassen. In ihrem Freundeskreis haben Sophia und Anna-Lisa schon erlebt, dass Mädchen heimlich K.O.-Tropfen bekommen haben.

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Von mir gibt es als kleines Kind gedruckte Fotos und nicht nur Handyvideos. Darüber bin ich sehr froh. 

Sophia, 17

Anna-Lisa würde nachts nicht allein durch Salzburg laufen wollen, sie fühlt sich dann nicht sicher. Auch von gewissen Orten in St. Johann, die man meiden sollte, wissen die Mädchen. Matilde fühlt sich in Österreich trotzdem immer noch sicherer als in ihrer Heimat Triest. Dort sei es viel zu gefährlich.

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