Cecilia Bartolis Leben stand im Fokus einer spektakulären Show – auch die dunklen Seiten wurden darin nicht ausgespart. Das sorgte für einen Gänsehaut-Moment, in dem der Weltstar am Sonntagabend auf der Bühne um Fassung rang.
Wenn es um Einblicke ins Privatleben geht, geben sich die meisten Weltstars eher bedeckt. Vor allem dann, wenn es um die nicht so schönen Kapitel geht. Bei Pfingstfestspiel-Chefin und Mezzosopranistin Cecilia Bartoli ist das anders. Ihre Lebensgeschichte breitete sie in Form einer eigens konzipierten Gala im Broadway-Stil aus – mit vielen lauten Tönen, aber auch ganz leisen. Etwa, als sie für ihren 1997 verstorbenen Bruder Gabriele ein Gedenk-Lied anstimmte.
Der ältere Bruder von Operndiva Cecilia Bartoli verstarb vor rund 30 Jahren an einem Gehirntumor – im Alter von nur 35 Jahren. Die 59-jährige Italienerin setzt sich seither immer wieder für die Krebsforschung ein. Dass ihr die tragische Geschichte ihres Bruders auch nach so vielen Jahren noch nahe geht, konnte das Salzburger Publikum am Sonntagabend im Großen Festspielhaus hautnah miterleben. La Bartoli hatte auf der Bühne sichtlich mit Tränen zu kämpfen.
Wie sollte es für die lebensfrohe Italienerin aber auch anders sein, wurde natürlich La Bella Vita, also die schöne Seite des Lebens und der Karriere von La Bartoli, ebenfalls hochgehalten. Sogar Bartolis mittlerweile 90-jähriger Mama Silvana war ein eigener Auftritt gewidmet. Vom Publikum gab es stehende Ovationen.
Nicht nur mit dem Sonntagabend können die Festspiele zufrieden sein. Die Auslastung des gesamten Festivals betrug 99 Prozent. Rund 11.860 Gäste reisten an. Die meisten davon kamen aus Österreich, Deutschland, Schweiz, Frankreich und aus Italien.
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