Zu wenig Betreuung

Schlechtes Zeugnis für die Familienpolitik

Österreich
12.08.2014 15:25
In der heimischen Familienpolitik herrscht eine ähnliche Misere wie bei der Bildung: Es fließt (relativ) viel Geld, aber die Mittel werden nicht gut eingesetzt. Eine aktuelle Studie des Wirtschaftsforschungsinstituts (WIFO) kritisiert, dass zu wenig in den Ausbau von Betreuungsplätzen investiert wird.

Rund neun Milliarden Euro lässt sich Österreich die Familienförderung jährlich kosten. 80 Prozent davon als reine Geldleistungen und nur 20 Prozent als Sachleistungen, wie der Ausbau der Kinderbetreuung. Länder, die mehr in Betreuungsplätze investieren, weisen eine deutlich höhere Geburtenrate auf, so die WIFO-Studie.

Karmasin plant Kurswechsel
Familienministerin Sophie Karmasin (ÖVP) plant nun einen vorsichtigen Kurswechsel. Zusätzliche Mittel sollen vermehrt in Sachleistungen fließen - Ziel ist ein Verhältnis von 50 zu 50 zwischen reinen Geldflüssen und dem Ausbau der Kinderkrippen und -gärten.

Karmasin will auch die Väter verstärkt einbinden - mit einem "Partnerschaftsbonus", wenn die Männer länger in Karenz gehen.

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