Judo-Bundesliga

Erste Sanjindo-Niederlage, PSV voll auf Kurs

Salzburg
23.05.2026 21:56

Die letzte Runde vor der Sommerpause in der Herren-Bundesliga brachte die erste Niederlage für die Judokas von Sanjindo Bischofshofen. Indes rücken die Zweitliga-Herren des PSV ihrem Ziel immer näher.

Die Ausgangslage hatte es für die Pongauer in sich. Nach drei Siegen musste man ersatzgeschwächt zum bärenstarken Aufsteiger ASKÖ Combat Center nach Alkoven (OÖ). Dort folgte dann die erste Niederlage der Saison. „Ich hatte gehofft, dass sich ein Unentschieden ausgeht. Es war knapp, aber wollte diesmal nicht sein“, resümierte der verletzte Sanjindo-Akteur Michael Niederdorfer nach dem 5:9. Der Tschetschenen-Klub verkürzte damit den Rückstand auf den Dritten (punktgleich mit Wels) auf zwei Punkte. Drei Zähler vor den Verfolgern thront Rekordmeister Galaxy Tigers (14:0 gegen Mühlviertel!).

Davyd Bezpalenko (blau) holte einen Sieg für Bischofshofen.
Davyd Bezpalenko (blau) holte einen Sieg für Bischofshofen.(Bild: zVg)

Immerhin: Michael Hacksteiner von der zweiten Garde machte abermals das Gewicht bis 60 Kilo und feierte prompt zwei Siege. Für die restlichen Gästepunkte sorgten Legionär Manuel Parlati (bis 81 kg) und Davyd Bezpalenko, der seinen Hinkampf bis 66 Kilogramm gewann. „Mit den Borchashvilis und Legionären sind sie heuer Titelkandidat“, nahm Niederdorfer die Niederlage gefasst. Für Herbst ändert sich wenig, das Final-Four bleibt weiter das dezidierte Ziel des Teams rund um den französischen „fighting Coach“ Paul Devos.

Revanche fürs Vorjahr
Wieder in die Spur fand indes Zweitligist PSV Salzburg nach der Niederlage im Hit gegen Wimpassing zu Hause gegen JZ Rapso. Die „Stierwoscha“ behaupteten sich trotz des Verzichts auf Andi Tiefgraber und Felix Scheiber mit 8:6. Nur in den unteren Gewichtsklassen ging man leer aus. Besonders schön: Das mongolischstämmige Schwergewicht Khangerel Batkhuyag behauptete sich gleich zweimal gegen den um die Hälfte schwereren Andreas Karner, trug zwei Punkte zum Erfolg bei. „Im Vorjahr haben wir noch verloren, obwohl sie nur zu siebt kamen“, wusste Obmann Ronny Tiefgraber.

PSV-Mann Batkhuyag (re.) manövrierte Rapso-Hüne Karner aus
PSV-Mann Batkhuyag (re.) manövrierte Rapso-Hüne Karner aus(Bild: zVg)

In der Schlussrunde im September wartet Kirchham, wo das Ziel klar ist. „Wir wollen das Heimrecht fürs Halbfinale und sollten daher gewinnen“, sagten Tiefgraber senior und junior unisono. Das zweite Sanjindo-Team (diesmal kampffrei) trifft zum Kehraus auf Leader und Titelkandidat Wimpassing, ist so gut wie sicher auf dem fünften und letzten Rang einzementiert.

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