Ein 83-Jähriger aus dem niederösterreichischen Pielachtal „beschuldigt“ das nahe gelegene Kraftwerk, es würde schuld an der Zerstörung seines Gartens sein. Dort weist man die Vorwürfe aber vehement von sich.
Endlich bringt das Pfingstwochenende die ersten heißen Tage im Jahr! Doch Friedrich Sasshofer aus Kammerhof in Hofstetten-Grünau meidet seinen Garten momentan. Direkt an sein Haus grenzt ein uralter Werkskanal. „Dieser ist aber nicht mehr so, wie er früher war“, ist der 83-Jährige zutiefst verärgert. Der Uferrand bricht immer mehr ein, Holzpfosten, die den Kanal einst formten, modern vor sich hin. „Eine Nachbarin hat eine Ziegelmauer am Gartenrand gebaut, die nun komplett ins Wasser hinabrutscht“, beschreibt er die Lage nebenan.
Der betreffende Obergrafendorfer Werkskanal, auch „Mühlbach“ genannt, ist ein künstlich angelegter Wasserlauf im Pielachtal. Er zweigt bei der Stauanlage der Weinburger Wehr von der Pielach ab und verläuft parallel zum Fluss.
Ursprünglich diente der Kanal zur Versorgung von Industriebetrieben. „Meine Großeltern haben das Haus in den 1930er-Jahren gebaut“, erinnert sich Sasshofer. Früher sei der Kanal alle paar Jahre gewartet worden, Sasshofer kritisiert den neuen Betreiber des kleinen Wehrkraftwerks. Auf „Krone“-Anfrage heißt es dort: „Es gab bereits eine Behörden-Begehung in den Gärten. Wir warten auf eine Rückmeldung der Bewohner.“ Der Pensionist, traurig über den Großeltern-Garten, betont, er überlege, rechtliche Schritte einzuleiten.
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