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Wird der Rettungsdienst in Österreich bald gesund?

Oberösterreich
24.05.2026 05:00
Porträt von krone.at
Von krone.at

In der Aktionswoche Rettungsdienst haben der Bundesverband Rettungsdienst (BVRD.at) und die „Krone“ aufgezeigt, wie es um Rettung in Österreich steht. Zum Ende der Woche blicken wir in Richtung Zukunft – mit Extra-Service für die Leser: Hier Checkliste für den Notfall herunterladen!

Viele Aktionen von und für Rettungssanitäter gingen diese Woche in Österreich über die Bühne. Der Höhepunkt: 144 Sanitäter aus dem ganzen Land waren am Freitag zu Gast im Parlament, um auf die aktuelle Situation aufmerksam zu machen. Konkret geht es darum, dass das Sanitätergesetz seit Jahrzehnten feststeckt und es eine neue Ausbildungsstufe benötigt. Eine neue Idee ist das nicht, denn während alle umliegenden Länder längst auf mindestens dreijährig ausgebildete Notfallsanitäter setzen, bleibt Österreich zurück.

Ein neues Modell würde gleich mehrere Probleme lösen
Im Zentrum der Überlegungen steht ein klarer Gedanke: Sanitäter wollen besser helfen können! Und hier setzt der Reformvorschlag des BVRD.at an. Vorgesehen ist ein dreistufiges Ausbildungsmodell, das Ehrenamt, Beruf und moderne Notfallmedizin miteinander verbindet.

Die erste Stufe richtet sich an Ehrenamtliche, Zivildiener und Berufseinsteiger. Darauf aufbauend sollen Rettungssanitäter mit erweiterten Notfallkompetenzen ausgebildet werden. Die höchste Ausbildungsstufe wäre künftig der Notfallsanitäter als gehobener Gesundheitsberuf – mit vertiefter medizinischer Ausbildung und klar definierten Kompetenzen. Somit könnten speziell ausgebildete Notfallsanitäter auch in Notaufnahmen, Primärversorgungszentren, als Gemeindenotfallsanitäter oder in anderen Gesundheitsbereichen eingesetzt werden. Das würde nicht nur Patienten schneller und besser versorgen, sondern auch überfüllte Spitalsambulanzen entlasten.

„Für junge Menschen würde der Rettungsdienst damit vom kurzfristigen Engagement zum attraktiven Einstieg in eine Gesundheitskarriere werden. Aktuell investieren wir in eine Ausbildung, verlieren aber viele engagierte Menschen wieder, weil der Rettungsdienst eine Sackgasse ist“, so BVRD.at-Präsident Clemens Kaltenberger.

Mit einer Vision vor Augen wünscht man sich Folgendes:
Sanitäter sind keine angelernten Hilfskräfte mehr, sondern anerkannte Gesundheitsfachkräfte mit einer Schlüsselrolle in der Gesundheitsversorgung. Sie können mit einer besseren Ausbildung Patienten besser und sicherer helfen. Sie haben eine Perspektive im Gesundheitssystem, weil sie in andere Gesundheitsbereiche wechseln oder leichter in andere Bereiche, wie die Pflege, umsteigen können. Mit einem abschließenden Appell des BVRD.at-Präsidenten Clemens Kaltenberger: „Wir müssen den Mut haben, das Berufsbild Sanitäter neu zu denken. Für eine bessere Versorgung der Menschen, für eine Entlastung des Gesundheitssystems und für die vielen Menschen, die sich im Rettungswesen engagieren.“

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