Der Abschied der bisherigen Betreiberin sorgt für Aufregung. Kaum war ihr Brief an die Stammgäste öffentlich, machten die unterschiedlichsten Geschichten die Runde. Vieles davon hält einer genaueren Überprüfung allerdings nicht stand. Die „Krone“ zeigt, was hinter dem Wirbel um den Linzer Kult-Würstelstand in der Linken Brückenstraße tatsächlich steckt.
Der Abschiedsbrief von Jasmin Kosik an ihre Gäste hat gestern für mächtig Wirbel gesorgt. Plötzlich wollte jeder wissen, wie es mit dem „Da Toni“-Würstelstand beim Lindbauer weitergeht. In sozialen Medien schossen Spekulationen wild ins Blaue, Schlagzeilen überschlugen sich. Darauf gestützt eine vorschnelle Aussendung von VP-Stadtvize Martin Hajart, um politisches Kleingeld zu machen – am Ende blieb vor allem eines zurück: jede Menge Halbwissen.
Dank Kosik wieder ein beliebter Treffpunkt
Rückblick: Jasmin Kosik hatte den Traditionsstand, den einst Papa Toni voller Leidenschaft aufgebaut hat, mit viel Herzblut wieder zu einem beliebten Treffpunkt gemacht. Noch vor wenigen Wochen erzählten Stammgäste beim „Krone“-Lokalaugenschein, wie froh sie seien, dass hier wieder Leben eingekehrt sei. Gleichzeitig schwebte über der Betreiberin seit Monaten eine gewisse Unsicherheit. Spätestens seit die „Krone“ darüber berichtete, dass für das Traditionsgasthaus Lindbauer neue Pächter aus Asien im Gespräch sind, war klar, dass sich auch beim Würstelstand etwas ändern könnte.
Der Würstelstand wird auf keinen Fall ein Asia Imbiss. Die künftige Betreiberin weiß, dass der Würstelstand auch nur als solcher betrieben werden darf.
Philipp Kaufmann, Verpächter
Mehr Zeit für den Übergang gewünscht
Was danach passierte, darüber scheiden sich die Geister: Die Asiaten sollen Druck gemacht haben, möglichst rasch den Würstelstand übernehmen zu können, und zuletzt forcierte auch Eigentümer Philipp Kaufmann den Wechsel. Kosik, die sowieso mit Saisonende aufhören wollte, hätte sich mehr Zeit gewünscht, um ihren Mitarbeitern einen geordneten Übergang zu ermöglichen. Doch nun soll es nächste Woche zur Übergabe kommen.
Würstelstand wird kein Asia-Imbiss
Fakt ist: Die Behauptung, dass der Würstelstand ein Asia-Imbiss wird, ist falsch. Denn die Stadt Linz hat die Zustimmung auf Antrag von Philipp Kaufmann nur unter der Devise gegeben, dass der Würstelstand weiterhin ein solcher bleiben muss. Kein grünes Licht also für einen Asia Imbiss – es wird weiter Bosna, Käsekrainer & Co. geben, selbst die Übernahme von Mitarbeitern schließt die neue Betreiberin nicht aus.
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